Gerade seit Godzilla´s erstmaligem Auftauchen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind eine Menge Bücher über Japan´s Exportschlager erschienen, welche zum großen Teil aus Fan-Perspektive geschrieben wurden... da werden zwar quietschbunte Modellkulissen und die Qualität der Monsterkämpfe in allen Details beschrieben, aber tiefergehende Details vermisst man weitgehend. David Kalat´s A Critical History and Filmography of Toho´s Godzilla Series geht da andere Wege: mit seinem geradezu wissenschaftlichen Schreibstil beleuchtet er das Phänomen Godzilla, liefert Informationen über unterschiedliche Fassungen einzelner Filme und soziologische Hintergründe, d. h. das Wiederspiegeln aktueller kultureller Begebenheiten in den Filmen.

Jeweils ein Kapitel widmet Kalat jedem Film, angefangen von einer kurzen Inhaltsangabe, über die Entstehung der Spezialeffekte bis hin zu Vorstellungen einzelner relevanter Personen vor und hinter den Kameras. Ergänzt wird das durch umfassende Stabangaben. Auf Bildmaterial wurde jedoch völlig verzichtet, was aber nicht unbedingt als Manko bezeichnet werden kann: vielmehr wird die Seriösität des Werkes noch unterstrichen. Interessant sind auch die Kapitel über frühere geplante US-Filme (unter Regie von Jan De Bont oder Steve Miner), die jedoch niemals das Planungsstadium verlassen haben.

Kurzum: A Critical History and Filmography of Toho´s Godzilla Series stellt so etwas wie die Bibel der Kaiju Eiga-Fraktion dar, allerdings muss man einen recht hohen Anschaffungspreis von über 100 DM in Kauf nehmen.

 
David Kalat
 
A Critical History and Filmography of Toho´s Godzilla Series
 
 
Format Gebundene Ausgabe
267 Seiten
Verlag McFarland
ISBN 0-7864-0300-4
Erscheinungsdatum Juli 1997
UVP 48.50 Dollar
 
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© Christian Lorenz
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