|
Schon seit den frühen Anfängen der Filmgeschichte
sind die Menschen von phantastischen Geschichten begeistert:
1902 entführte der französische Filmemacher Georges
Méliès sein Publikum auf eine Reise
zum Mond, sechs Jahre später verwandelte sich
ein arbeitseifriger Dr. Jekyll unter der Regie von William
N. Selig erstmals in den tyrannischen Mr. Hyde, 1910 wagte
der Amerikaner Dawley sich an eine erste filmische Interpretation
des klassischen Frankenstein-Stoffes
heran... und 1914 schließlich begann mit Gertie
The Dinosaur das Zeitalter der prähistorischen
Kinoechsen, welches dank immer wieder auftauchender Urzeitmonster
auf den großen Leinwänden bis heute anhält.
Das Dinosaurier-Filmbuch verschafft
dem spätestens seit Jurassic Park
vom Dino-Fieber angesteckten Filmfan einen guten Überblick
über die bis dahin (also 1993) produzierten Filme, in
denen urzeitliche Echsen eine tragende Rolle spielen. Interessant
sind dabei natürlich nicht nur die unterschiedlichen
Erscheinungsformen der Kinosaurier zu beiden Seiten des Pazifiks,
sondern auch die tricktechnische Revolution von ehemals handgezeichneten
Ungeheuern über per Stop Motion animierte Monster und
Männer in Gummikostümen bis hin zu den digitalen
Riesen. Das alles in ein recht kleines Buch hineinzupacken
ist fürwahr keine leichte Aufgabe, aber das Autorengespann
Kempen / Deist hat sich gut geschlagen. Die Filme werden nicht
einzeln besprochen, sondern immer im Zusammenhang mit anderen
Produktionen des jeweiligen Jahrzents. Aus diesem Grund bleiben
detaillierte Stabangaben und Veröffentlichungsdaten auf
der Strecke, aber immerhin findet man im Anhang eine mehrseitige
Filmographie mit allen relevanten Dino-Streifen. Leider gibt
es keinen Index, mit dem man gezielt nach Filmen suchen könnte.
Trotzdem ist Das Dinosaurier-Filmbuch
ein spannendes und informatives Nachschlagewerk für Freunde
der wirklich großen Kino-Monster.
|