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Jörg Buttgereit wurde nicht zuletzt wegen seiner umstrittenen
Filme Nekromantik und Der
Todesking zum Schrecken der deutschen Staatsanwaltschaft.
Umso mehr verwundert es, daß er sich mit seinem Buch
Monster aus Japan greifen an als langjähriger Godzilla-Fan
outet. Gemeinsam mit einigen Gastautoren und Sammlern hat
Buttgereit ein Buch zusammengestellt, welches fast alle japanischen
Monsterfilme vorstellt und dabei auch nicht die Gamera-Streifen
der Toho-Konkurrenz Daiei oder artverwandte Produkte wie Guila
oder den koreanischen Yongkari ignoriert.
Grob unterteilt ist das Buch in drei Bereiche. Immer ersten
Teil widmet man sich - wie sollte es anders sein - dem grossen
Grünen und seinen Auftritten bis zum finalen Kampf gegen
den schier unbesiegbaren Destroyer,
der letztlich Godzillas Ende besiegeln sollte. Das Ganze ist
wunderbar subjektiv beschrieben und man merkt den Autoren
das Vergnügen förmlich an, welches sie beim Sehen
der Filme empfunden haben müssen. Hier und da machen
sich Buttgereit und seine Kollegen zwar über einige misslungene
Spezialeffekte und wirre Handlungsstränge lustig, aber
das gehört einfach zu diesem Fanbuch dazu. Immerhin sind
die Kaiju Eigas Trash... wenn auch mit Kultfaktor! Der zweite
Teil ist der mit allerlei Superkräften ausgerüsteten
Riesenschildkröte Gamera gewidmet,
die bereits schon in einer ganzen Handvoll Filmen ihr Unwesen
treiben durfte, von denen leider nur wenige in deutscher Sprache
veröffentlicht worden sind. Der Umfang der Rezensionen
im Gamera-Part läßt zwar etwas zu wünschen
übrig, aber dafür entschädigt das dritte grosse
Kapitel von Monster aus Japan greifen an
mit einem Überblick über sechzehn weitere Monsterfilme,
die nur indirekt Godzilla und seinen Freunden zugeordnet werden
können. Überwiegend geht es hier um weitere schräge
Monsterkreationen aus der Godzilla-Schmiede Toho wie Rodan,
die Riesenmotte Mothra oder um die
unterseeischen Abenteuer tollkühner Japaner in den Filmen
U 2000 - Tauchfahrt des Grauens und
U 4000 - Panik unter dem Ozean.
Hauptsächlich orientieren sich die Autoren an den deutschen
Fassungen der Filme, sofern diese existieren. Ergänzt
werden die Filmbeschreibungen mit einigen Stabangaben, Alternativtiteln
und den japanischen, amerikanischen und deutschen Laufzeitangaben.
Wünschenswert wäre eine Erklärung gewesen,
woher die unterschiedlichen Längen der Filme stammen,
da manche Filmfassungen um mehr als zwanzig Minuten voneinander
abweichen. Mit Monster aus Japan greifen
an hat Buttgereit ein sehr informatives und lesenswertes
Buch abgeliefert. Schon alleine wegen der Vielzahl der Kaiju
Eigas, die hier vorgestellt werden, darf Monster
aus Japan greifen an in keinem Bücherregal fehlen!
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