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Nicht erst seit dem Klassiker King Kong
stehen turmhohe Monster sehr hoch in der Gunst des Zuschauers
- alles begann bereits viel früher. Schon damals drehten
sich meist nur wenige Minuten dauernden Filmchen um Dinosaurier
und trotz der recht einfachen Trickeffekte konnten diese Werke
das Publikum in Angst und Schrecken versetzen. Zukünftig
konnten die Effektkünstler auf bessere Techniken zurückgreifen
- und spätestens seit dem Erfinden der Stop Motion wurden
die Lichtspielhäuser immer öfter das Angriffsziel
blutrünstiger Riesen. Bis heute haben die Ungeheuer nichts
von ihrer Faszination verloren.
Robert Marrero, der bereits zahlreiche Bücher rund um
den Phantastischen Film verfasst hat, versucht in seinem 1994
erschienenen Buch Giant Monster Movies -
An Illustrated Survey alle Filme, die irgendwie mit
den schattenspendenden Ungetümen zu tun haben, unter
einen Hut zu bringen. Leider ist das nur teilweise geglückt.
Marrero konnte zwar eine Unmenge an Filmen zusammentragen,
aber während manche Filme wie der bereits erwähnte
King Kong gleich mit einem eigenen
Kapitel bedacht werden, bleibt es bei anderen Filmen nur bei
einer kurzen Erwähnung.
Aufgeteilt ist Giant Monster Movies in
fünf große Bereiche. Da ist zunächst eine
Einführung in die Welt der Stummfilmungeheuer mit Beiträgen
über The Lost World, The
Ghost of Slumber Mountain und ähnliche Filme,
gefolgt von einem Kapitel über das achte Weltwunder in
Gestalt jenes ziemlich grossen Affen, welcher nach einer abenteuerlichen
Odyssee schließlich vom Empire State Building stürzen
durfte. Nach dem nächsten Abschnitt, in dem es sich von
den Klassikern eines Ray Harryhausen bis hin zu den weit entfernten
Kinosauriern eines Steven Spielberg dreht, läßt
Marrero schließlich Japan´s Godzilla
und seine trashig-naiven Monsterkollegen freien Lauf. Leider
gibt es hier einen schwerwiegenden Fehler, denn der Autor
vergleicht Ishiro Honda´s Klassiker als eine "epische
Adaption von King Kong", dabei
dürfte jedem, der sich etwas mit der Materie auskennt,
klar sein, daß Godzilla nichts
weiter darstellt als ein ziemlich dreister Ideenklau bei dem
US-Klassiker Panik in New York...
Das letzte Kapitel widmet sich schließlich jenen possierlichen
Tierchen, die sich nur bedingt zu den "Giant Monsters"
zuordnen lassen: das wären sowohl die mutierten Ameisen
aus Them!, schrottige Meeresbewohner
aus Attack of the Crab Monsters oder
auch jenes schleimige Kaugummimonster aus dem Blob.
Insgesamt stellt Giant Monster Movies -
An Illustrated Survey eine nette Hommage an die Welt
der wirklich grossen Filmungeheuer dar. Auch wenn manche Filme
etwas knapp behandelt werden, bekommt man doch einen guten
Überblick über die spassigen Ausgeburten der Studios.
Außerdem entschädigt das Buch mit vielen abgebildeten
Plakaten und seltenen Filmschnipseln. Ein Manko dieses Produktes
dürfte die allzu groß gewählte Schrift sein,
welche die Bezeichnung "gigantisch" ebenso verdient
hat wie die Hauptdarsteller der Giant Monster
Movies.
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