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Eine Zeitreise in die Ära des klassischen Horrors gewährt
uns Robert Marrero´s Vintage Monster
Movies. Er läßt in seinem Buch die bekannten
und unbekannten Horrorstreifen der 30er, 40er und 50er Jahre
Revue passieren und weckt Erinnerungen der nostalgisch veranlagten
Filmfreunde an die Klassiker der Stummfilmzeit.
Zweifellos wartet das Buch mit einer beachtlichen Anzahl
verschiedenster Horror- und Science Fiction-Streifen auf,
jedoch weiß Marrero nicht allzuviel Interessantes zu
berichten. Es bleibt meistens bei einer oberflächlichen
Betrachtung der Filme - ein paar Worte zum Inhalt, hier und
dort ein paar Informationen zu Regie und Besetzung und obendrauf
eine Flut an Abbildungen, um den Mangel an wirklich lesenswerten
Fakten zu kaschieren. Fast wäre Marrero das sogar gelungen,
wenn er sich nicht einige grobe Patzer bei seinen Recherchen
erlaubt hätte. Beispielsweise haben sich bei der Filmographie
des deutschen Regisseurs Paul Leni, der den Klassiker Das
Wachsfigurenkabinett schuf, gleich zwei Fehler eingeschlichen...
zunächst schiebt er Leni´s Drama The
Man Who Laughs Tod Browning (Freaks)
in die Schuhe und stellt außerdem die Behauptung auf,
der Grusler The Cat and the Canary
sei von First International Pictures released worden, obwohl
sich die Universal Pictures dafür verantwortlich zeichneten.
Eigentlich könnte man ja mit solchen Kleinigkeiten leben,
aber von jemandem, der die Filme der 30er Jahre als persönliche
Favoriten im Horrorfach bezeichnet, sollte man etwas mehr
Sorgfalt erwarten.
Mit Vintage Monster Movies verhält
es sich ähnlich wie mit Marrero´s Filmführer
Giant Monster Movies: Filmfreunde,
die sich erst einen Überblick über die Filme verschaffen
möchten, die sie eventuell einmal erwerben möchten,
können einen Blick in das Buch riskieren, sofern man
es irgendwo günstig ergattern kann. Die eingefleischte
Hardcore-Monsterfraktion dürfte auf andere Bücher
ausweichen.
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