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Thomas Weisser gilt auf dem Gebiet des asiatischen Kinos
als Experte. Er ist nicht nur der Herausgeber des Magazins
Asian Cult Cinema, sondern hat auch
mehrere Bücher (teilweise mit seiner Frau Yuko Mihara
Weisser) veröffentlicht, welche sich ausschliesslich
dem fernöstlichen Kino widmen. Sein 1997 erschienenes
Lexikon Japanese Cinema Encyclopedia: Horror,
Fantasy & Science Fiction basiert dabei zum grossen
Teil auf dem älteren Japanese Cinema:
The Essential Handbook. Die Rezensionen wurden teilweise
übernommen oder überarbeitet, zusätzlich sind
eine erstaunliche Anzahl an neuen Einträgen hinzugefügt
worden. Neben den im Westen recht geläufigen Dai Kaiju
Eigas (den Riesen-Monster-Filmen) und den Splattergranaten,
die hier hauptsächlich durch das holländische Label
Japan Shock Video bekannt geworden sind, listet Weisser auch
viele Produktionen auf, die in anderen Nachschlagewerken wie
beispielsweise den Overlook Film Encyclopedias
gänzlich fehlen.
Die Reviews sind nach amerikanischen Titeln geordnet und
beziehen sich ausschliesslich auf Produktionen, die nach 1955
erschienen sind. Ausnahmen bilden der Vollständigkeit
halber nur Filmreihen wie Godzilla
oder die zehnteilige Serie Shonen Tantei-dan
(Boy´s Detective Team), bei
denen die ersten Teile noch vor diesem Jahrgang veröffentlicht
wurden. Weisser versäumt es hierbei nicht, auf die Unterschiede
zwischen amerikanischen und japanischen Fassungen und somit
auch auf die verschiedene Laufzeiten einzugehen. Speziell
bei den Godzilla-Streifen gibt es
hier horrende Unterschiede, weil in US-Fassungen komplette
Szenen der Schere zum Opfer gefallen sind und oftmals anderes
Material mit amerikanischen Darstellern nachgedreht wurde,
um die Filme für das dortige Publikum ansprechender zu
gestalten.
Weissers Japanese Cinema Encyclopedia:
Horror, Fantasy & Science Fiction gewährt
einen grossartigen Einblick in die phantastische
Filmindustrie aus dem Land des Lächelns. Für Neulinge
stellt das Buch eine wahre Fundgrube unterschiedlichster Genrestreifen
dar, doch auch Profis werden auf ihre Kosten kommen. Für
ein Referenzwerk, wie der Autor sein Buch selbst bezeichnet,
ist jedoch der Umfang einiger Reviews einfach zu kurz geraten.
Ebenfalls erschienen ist mittlerweile die Japanese
Cinema Encyclopedia: The Sex Films.
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