Die Hauptgenres des "Phantastischen Films"
  Grundlegende Veränderungen der uns bekannten Welt bilden die Basis für Science Fiction-Stoffe. Das bezieht sich in erster Linie auf technische Errungenschaften der Zukunft wie Raumschiffe und Zeitmaschinen, die dort fernab jeglicher wissenschaftlichen Grundlagen als völlig normale „Gebrauchsgegenstände“ genutzt werden. Doch auch radikale gesellschaftliche und politische Entwicklungen können das Thema   von Science Fiction-Filmen sein. Ganz besonders stark treten diese Faktoren bei Werken der Endzeit – beispielsweise nach einem Atomkrieg – oder Dysutopien wie Orwells Schreckensvision 1984 in Erscheinung. Filme der Science Fiction müssen nicht zwangsläufig in der Zukunft spielen – als Beispiel sei hier die Jules Verne-Verfilmung 20.000 Meilen unter dem Meer genannt.
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    Märchen, Magie und Monster – das sind drei wesentliche Bestandteile des Fantasyfilms. Sehr häufig entdeckt man in den Streifen dieses Genres Elemente aus fremdländischen Mythologien (Jason und die Argonauten) oder überlieferten Sagen (Die Nibelungen). Mächtige Zauberformeln und übernatürliche Kräfte sind in den Welten der Fantasy ebenso eine Alltäglichkeit wie das Erscheinen wunderlicher Rassen wie Elfen, Hexen, Trollen und sprechender Tiere. Eine exakte Definition scheint   unmöglich, weil in fast jedem Film sowohl Elemente des Horror- als auch des Science Fiction-Films enthalten sein können. Deshalb ist es grundsätzlich falsch, Fantasyfilme in einen grossen Topf zu werfen und als „Kinderkram“ abzustempeln. Das mag zwar auf harmlose Sachen wie Labyrinth oder Der Zauberer von Oz durchaus zutreffen, doch härtere Kost wie Conan oder epische Geschichten wie Der Herr der Ringe richten sich vornehmlich an ein erwachsenes Publikum. (weiter...)
  Horrorfilme sind wie Drogen: sie verursachen Herzrasen und kalte Schweissausbrüche, verschlingen im Lauf der Zeit eine Menge Geld (vom Standpunkt des Sammlers und Trophäenjägers her gesehen) und in der Bevölkerung wird man schnell als Aussenseiter abgestempelt, wenn publik wird, dass man solche Dinge desöfteren konsumiert. Trotzdem handelt es sich um ein Massenphänomen, denn wenn man sich die Liste der erfolgreichsten Filme genauer anschaut, wird man einige Einträge entdecken, die definitiv in diesem "verrufenen" Genre anzusiedeln sind. Obwohl der Horror ein riesiges Gebiet   abdeckt, haben alle Filme eines gemeinsam: sie spielen mit der Angst des Zuschauers vor einer unbekannten Gefahr - sei es in der Gestalt eines schleimigen Monsters (Alien), macheten-schwingenden Maskenträgers (Freitag der 13.), weniger greifbar in Form von Spukerscheinungen (Bis das Blut gefriert) oder den verborgenen Schattenseiten einer Filmfigur (Psycho). Horrorfans lieben den Nervenkitzel und ähnlich wie bei einer Achterbahnfahrt steigt man ein und holt sich einen Adrenalinschub... man weiss ja schliesslich genau, dass "alles nur ein Film" ist. (weiter...)  
    Um Thriller genauer zu verstehen, sollte man vielleicht kurz auf den Kriminalfilm eingehen. Alle Krimis sind nach dem gleichen Muster gestrickt: zunächst passiert ein Verbrechen und der weitere Verlauf des Filmes wird von den Ermittlungen und der Suche nach dem Täter bestimmt. Hauptpersonen sind die Ermittler. Der Thriller dagegen erzählt die Story aus der Perspektive des verängstigten Opfers oder einer Person, die durch einen Zufall in eine mysteriöse Story   hineinstolpert und dabei allerlei undurchschaubaren Figuren über den Weg läuft. Ein Verbrechen muss es nicht zwangsweise geben... es gibt durchaus auch sehr gute Thriller ohne jede Spur eines Verbrechens! Es reicht alleine schon die Anwesenheit einer unbekannten Bedrohung, um den Suspense (eine in diesem Genre gern benutztes Wort für "Spannung") bis zum Unerträglichen zu steigern. Immerhin bedeutet "Thrill" nichts weiter als "Nervenkitzel". (weiter...)
  Es fällt nicht immer leicht, einen Film einem bestimmten Genre zuzuordnen, denn häufig sind die Grenzen zwischen Horror, Fantasy und Science Fiction fliessend. Zusätzlich tauchen immer wieder Begriffe auf, die den Stil eines Filmes beschreiben, sich allerdings nicht als eigenständiges Filmgenre definieren lassen. So entdeckt man beispielsweise Animes – Zeichentrickfilme abseits des
  Disney-Kitsches - in allen Subgenres, und selbst Elemente des Film Noir, des typischen Detektiv-Filmes der 40er Jahre, haben in den letzten Jahrzehnten den Einzug ins Phantastische Fach gefunden. Weiterhin werden in dieser Rubrik einige Begriffe erklärt, die zum Teil auch unberechtigt mit dem „Phantastischen Film“ in Verbindung gebracht werden.
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© Christian Lorenz
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