Wir befinden uns in der Welt vor einer "Zillion" Jahren. Der Höhlenmensch Atouk ist bis über beide Ohren in die fesche Lana verliebt - jedoch fühlt die sich zu dem mächtigen Tonda hingezogen, der selbst für Steinzeitverhältnisse einigermassen dämlich ist, aber wegen seiner Körperfülle immerhin im Stamm das Sagen hat. Das kann Atouk zwar nicht davon abhalten, sich der Schönheit zu nähern, aber als er dabei von Tonda erwischt wird, wird er vor die Tür - bzw. Höhle - gesetzt. Draussen in der kargen Welt der Urzeit muss sich Atouk fortan gegen allerlei Gefahren behaupten und vor allem hungrige Dinosaurier machen ihm das Leben schwer.

Im Lauf der Zeit kann er eine Handvoll Gleichgesinnter um sich scharen, die ihm hilfreich zur Seite stehen. Gemeinsam erfinden sie die ersten primitiven Waffen, lernen die Freuden der Musik kennen und entdecken neben einem gigantischen Spiegelei mehr aus Zufall den aufrechten Gang (!). Gut gerüstet für einen Kampf zieht die Gruppe los, um Tonda von seinem Thron zu stossen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit fliegen die Fetzen!

Nach einer Vielzahl an Dinosaurierfilmen musste es ja irgendwann einmal soweit kommen: mit Caveman erschien 1981 endlich die ultimative Veralberung all dieser Urzeitspektakel. Das Drehbuch für diesen Spass wurde von Carl Gottlieb verfasst, welcher 1975 neben Peter Benchley am Skript des Weissen Hais beteiligt gewesen ist und mit Caveman sein Regiedebüt ablieferte. Für die Rolle des gewitzten Helden konnte er den Ex-Beatle Ringo Starr gewinnen, der hier eindrucksvoll beweist, dass er nicht nur musikalisch begabt ist, sondern auch über ein gewisses schauspielerisches Talent verfügt. Sein Wortschatz beschränkt sich zwar bloss auf einfache Grunzlaute und eine Handvoll "Wörter", aber dafür darf er nach Herzenslust Grimassen schneiden. Die Sprache der Steinzeitler ist ohnehin ein Fall für sich: obwohl die Wörter reine Fantasiegebilde sind, kann man deren Bedeutung sehr schnell aus dem filmischen Zusammenhang erschliessen. "Ool" bedeutet zum Beispiel "Essen", "Alonda" heisst "Liebe", "Zuck-Zuck" ist der damalige Begriff für "Sex" und unter "Macha" verstehen unsere Neandertaler ein "Monster". Den Sinn des Ausdrucks "Caca" muss man wohl nicht weiter erklären...

Das etwas unterbelichtete Verhalten der Urweltbewohner wird da nur noch von dem der glubschäugigen Dinosaurier übertroffen, welche alle bewusst einfach animiert sind, aber gerade deshalb besonders reizvoll wirken. Erschaffen wurden die niedlichen Ungeheuer von Roy Arbogast (Christine) und David Allen, der bereits für Als Dinosaurier die Erde beherrschten Riesenechsen im Stop-Motion-Verfahren filmisches Leben einhauchte. Ursprünglich war auch der Effektspezialist Jim Danforth an der Produktion beteiligt, aber er verliess nach Unstimmigkeiten mit den Produzenten das Projekt und widmete sich dem Kampf der Titanen als Unterstützung von Ray Harryhausen. Das Eiszeitmonster, welches wohl nicht ganz unbeabsichtigt an jene merkwürdige weisspelzige Kreatur aus Das Imperium schlägt zurück erinnert, ist übrigens ein Entwurf des jungen Chris Walas (Die Fliege, Remake).

In der Rolle der heissblütigen Lana ist das Bond-Girl Barbara Bach (Der Spion, der mich liebte) zu sehen. Sie wirkte in zahlreichen Genreproduktionen mit, ihre Auftritte reichen von Insel der neuen Monster bis hin zu Das unsichtbare Böse. Obwohl sie von Ringo Starr am Ende des Filmes in eine Jauchegrube geschmissen wird, funkte es privat zwischen ihnen - die beiden wurden ein Ehepaar.

 
Caveman - Der aus der Höhle kam
Caveman
 
 
 
USA, Mexiko, 1981
85 Minuten, Farbe
 
 
Regie
Carl Gottlieb
Drehbuch
Carl Gottlieb
 
Rudy De Luca
Kamera
Alan Hume
Musik
Lalo Schifrin
Schnitt
Gene Fowler jr.
Effekte
David Allen
 
Roy Arbogast
 
Chris Walas
Produktion
Lawrence Turman
David Foster
 
 
Ringo Starr
Atouk
Barbara Bach
Lana
John Matuszak
Tonda
Dennis Quaid
Lar
Shelley Long
Tala
Avery Schreiber
Ock
Jack Gilford
Gog
Cork Hubbert
Ta
Mark King
Ruck
Paco Morayta
Flok
Evan Kim
Nook
Ed Greenberg
Kalta
Carl Lumbly
Bork
Jack Scalici
Folg
Erika Carlson
Gigi Vorgan
Sara Lopez Sierra
Esteban Valdez
Richard Moll
Juan Ancona Figueroa
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Anais De Mello
Miguel Angel Fuentes
Tere Alvarez
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