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Mitten in der Einöde der Arktis stößt die Mannschaft
einer amerikanischen Forschungsstation auf ein im Eis eingeschlossenes
UFO. Als man versucht, das Flugobjekt mittels Sprengladungen aus
dem Eis zu befreien, wird es völlig zerstört - aber unweit
vom Absturzort entdeckt das Team den außerirdischen Piloten,
der ebenfalls konserviert ist. Der vermeintlich schon seit Jahrtausenden
verstorbene Besucher wird ins Innere der Basis transportiert, wo
er bis zum Weitertransport in einem Labor zwischengelagert werden
soll. Doch hier unterläuft einem der Männer ein fataler
Fehler: um den Anblick des im Eisblock eingeschlossenen Aliens nicht
länger ertragen zu müssen, wirft er eine Heizdecke über
den Block. Das Eis schmilzt... und die Kreatur erwacht zum Leben!
Sie schnappt sich zunächst die Schlittenhunde und saugt ihnen
das Blut aus. Anschließend dürfen zwei Forscher nähere
Bekanntschaft mit dem "Ding" schließen. Nach einiger
Zeit findet man schließlich heraus, dass es sich bei dem Geschöpf
um ein pflanzliches Wesen handeln muss: es kann sich innerhalb kurzer
Zeit regenerieren und abgetrennte Gliedmaßen durch neue ersetzen,
ist gegen Schüsse völlig immun... und pflanzt im Gewächshaus
der Basis Samen an! Die Männer stehen vor einem Rätsel,
welches es schnell zu lösen gilt: wie kann man bloß intergalaktisches
"Gemüse" vernichten? Eine der anwesenden Damen liefert
die Lösung: man kocht es! Mit etwas Benzin und einer Dosis
Starkstrom werden die stark dezimierten Polarforscher wieder Herr
der Lage - das "Ding" wird geröstet!

Mit dem spannenden Gruselspektakel The
Thing kreierten Christian Nyby und Howard Hawks den Prototypen
des Invasionsfilms: das Werk entstand relativ in der Anfangsphase
des Kalten Krieges und die Angst der (amerikanischen) Bevölkerung
vor einer schleichenden kommunistischen Unterwanderung wird hier
auf das titelgebende "Ding" projiziert. Der Schlussmonolog
gibt die damalige Stimmung der McCarthy-Ära perfekt wieder:
"Keep watching the Skies" - ein Satz, der mit dem historischen
Bezug zum Kalten Krieg fast wie ein Appell zur Menschenjagd wirkt.
Gleichzeitig nimmt der Film einige typische Versatzstücke späterer
Science Fiction-Filme vorweg - während das Militär mit
aller Macht versucht, die fremden Eindringlinge durch den Einsatz
von Waffen zu eliminieren, bemühen sich die Wissenschaftler
(meist erfolglos), einen Kontakt zu den Wesen herzustellen, um sie
zu erforschen. Obwohl der Film mittlerweile schon ein halbes Jahrhundert
alt ist, hat er nichts von seinem Charme verloren. Das
Ding gilt heutzutage als ein Meilenstein des Genres und braucht
sich nicht hinter neuen Produktionen zu verstecken. Auch in der
Gegenwart greifen die Filmemacher noch auf das genial einfache Konzept
des Filmes zurück: eine von der Außenwelt völlig
abgeschottete Mannschaft wird von einem todbringenden Monster im
Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip verkleinert, auch wenn der Ort des
Geschehens von der Antarktis zumeist in den Weltraum verlagert wird
(Alien).
Das Ding basiert auf der Kurzgeschichte
Who goes there? (1938) von John W. Campbell
jr., welche dieser unter dem Pseudonym Don A. Stuart veröffentlichte
(Donna Stuart war der Mädchenname seiner Frau). Trotz der zum
Teil recht groben Geschichte wurde die Erzählung von den "Science
Fiction Writers of America" zum besten Kurzroman aus der Zeit
vor 1965 gewählt. Die Story wurde für die Filmverwertung
allerdings hollywoodgerecht aufbereitet und um eine Liebesgeschichte
ergänzt, obwohl in der Literaturvorlage eine weibliche Rolle
völlig fehlt. Auch das Design des Monsters weicht hier stark
von der Idee Campbells ab: in seiner Geschichte handelt es sich
um ein gestaltwechselndes, unförmiges und scheußliches
Ungetüm, das man mit der damaligen Tricktechnik (und den strengen
Zensurauflagen) so nicht in die filmische Realität umsetzen
konnte. Aus diesen Gründen kam wieder der gute alte "Mann
im Gummikostüm"-Effekt zum Einsatz. Glücklicherweise
verzichtet Regisseur Nyby darauf, sein Monster allzu oft abzulichten,
denn er serviert das Ding immer nur in
kurzen und dafür heftigen Häppchen. Würde man das
Monstrum zu oft sehen, würde der Film viel von seinem Schrecken
einbüßen (wieder eine Parallele zu Alien:
auch in Ridley Scott´s Film ist das titelgebende Wesen immer
nur in kurzen Schockmomenten zu sehen).
Obwohl als Regisseur Christian Nyby
aufgeführt wird, darf man davon ausgehen, dass Produzent Howard
Hawks einen Großteil der Inszenierung übernommen hat.
Hawks erwarb die Filmrechte, kümmerte sich um das Zusammenstellen
der Darsteller und auch sonst in jeder Hinsicht um die Fertigstellung
des Werkes. Man darf annehmen, dass er seinem langjährigen
Cutter und Freund Nyby durch diesen Trick einen Karriereschub geben
wollte. Einmal ganz davon abgesehen, dass Das
Ding alle typischen Merkmale eines Hawks-Filmes aufweist
wie die obligatorische Liebesgeschichte... Offensichtlich ließ
sich auch Regisseur John Carpenter (Die Fürsten
der Dunkelheit) von dem Film begeistern. Sich selbst als
großen Hawks-Fan bezeichnend, drehte er 1981 das Remake Das
Ding aus einer anderen Welt, welches sich wesentlich näher
an Campbell´s Story orientiert, aber genau aus diesem Grund
auch zu einem finanziellen Misserfolg wurde.
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Das Ding aus einer anderen
Welt (1951)
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The Thing
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USA, 1951
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82 Minuten, schwarz/weiss
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Regie
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Christian Nyby
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Howard Hawks
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Drehbuch
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Charles Lederer
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Kamera
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Russell Harlan
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Musik
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Dimitri Tiomkin
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Schnitt
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Roland Cross
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Effekte
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Lee Greenaway
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(Makeup-Effekte)
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Linwood Dunn
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Donald Stewart
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Produktion
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Howard Hawks
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Kenneth Tobey
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Captain Patrick Hendry
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Margaret Sheridan
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Nikki
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James Arness
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Das "Ding"
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Douglas Spencer
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Ned Scott
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James Young
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Eddie Dykes
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Robert Cornthwaite
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Prof. Carrington
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John Dierkes
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Dr. Chapman
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Eduard Franz
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Dr. Stern
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Dewey Martin
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Bob
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Robert Nichols
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Ken McPherson
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William Self
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Sgt. Barnes
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Sally Crighton
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Mrs. Chapman
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Everett Glass
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Prof. Wilson
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Edmund Breon
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Dr. Ambrose
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