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Ein amerikanisches Taucherteam hat den Auftrag, auf dem Boden des
Atlantiks mehrere Kilometer unter dem Meeresspiegel eine Raketenbasis
zu errichten. Während den Vorbereitungen entdeckt man, dass
sich unterhalb des anvisierten Standortes eine riesige Höhle
befindet, die irgendwann vor vielen Jahrhunderten durch einen Vulkanausbruch
entstanden sein muss. Um die Sicherheit der Basis zu gewährleisten,
wird die Höhle kurzerhand gesprengt. Was sich als folgenschwerer
Fehler herausstellt, denn in der Dunkelheit schlummert ein urzeitliches
Geschöpf, welches nun unsanft geweckt wird. Das Monstrum, das
wie eine überdimensionierte Kreuzung eines Krebses und eines
Kraken aussieht, entwickelt schnell eine ungemeine Angriffslust
auf alles, was irgendeinen Lichtschimmer von sich gibt: somit sind
die Unterwasserfahrzeuge und die Tauchstation "Deep Star Six"
der Aquanauten ein gefundenes Fressen... Beim Angriff des Ungeheuers
wird die Aussenhaut der Station in arge Mitleidenschaft gezogen
und neben einer ungesunden Menge Wasser kann schliesslich auch das
Monster das Innere der "Deep Star Six" erobern. Der Kampf
beginnt, in dessen Verlauf die elfköpfige Crew auf zwei Personen
- das obligatorische Liebespärchen - schrumpft. Mit einer Rettungskapsel
gelingt den beiden die Flucht von der monsterverseuchten Tauchstation.

1989 war das Jahr der Unterwasser-Thriller.
Zeitgleich zu Deep Star Six entstand James
Cameron´s The Abyss, George P. Cosmatos´
Leviathan und Roger Corman´s Lords
of the Deep. Herausragend unter dieser Auswahl ist lediglich
Cameron´s Beitrag, die anderen Filme bieten allenfalls durchschnittliche
Videokost. Das Problem bei Deep Star Six
ist, dass die Story allzu sehr wie eine Kopie von Alien
wirkt, bei dem man die Handlung einfach vom Weltall ins Wasser verlegt
hat. Obwohl einige Passagen des Monstermovies durchaus spannend
sind, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die
Handlung jederzeit vorhersehbar ist und somit nichts Überraschendes
bietet: da sind die beiden Turteltauben, die in jeder Situation
einen kühlen Kopf bewahren und als Einzige das Privileg geniessen,
am Ende des Filmes wieder ungefilterte Luft atmen zu können,
ein Crewmitglied mit Helden-Ambitionen, welches sich für seine
Kollegen und Kolleginnen opfert... und nicht zu vergessen der Psychopath,
der irgendwann die Geduld und dadurch auch sein Leben verliert.
Miguel Ferrer (Twin Peaks) darf den Part
des durchgeknallten Snyder übernehmen, und wie auch er sind
die restlichen Besatzungsmitglieder der "Deep Star Six"
überwiegend aus amerikanischen Fernsehserien bekannt.
Das Monstrum des Filmes beruht auf einem Design von Chris Walas,
der für Deep Star Six aber nur diesen
Entwurf lieferte, weil er selbst mit seinem Regiedebüt Die
Fliege II beschäftigt war. Mark Shostrom (Evil
Dead II, Phantasm II) übernahm
auf Walas´ Empfehlung hin schliesslich den Part des leitenden
Effektdesigners. Gemeinsam mit einigen weiteren namhaften Tricktechnikern
wie Greg Nicotero und Robert Kurtzman schuf er eine Vielzahl verschiedener
Modelle, deren grösstes stattliche sechs Meter lang war! Das
Aussehen des Monsters kann jedoch nicht wirklich überzeugen
- der bissige Tiefseebewohner erinnert zu stark an eine überdimensionierte
B-Film-Schöpfung aus einer Monsterkonserve der 50er Jahre -
sei es nun Tarantula, Them
oder - passenderweise - Attack of the Crab Monsters!
Zugegeben: hat man sich erst einmal mit dem eigenwilligen Monsterdesign
angefreundet, macht der Film wirklich Spass... aber bei einem Filmbudget
von etwa acht Millionen Dollar wäre da doch bestimmt mehr drin
gewesen? Deep Star Six entstand in einem
eigens für die Dreharbeiten angefertigten Wasserbassin mit
440.000 Litern Fassungsvermögen, dessen Durchmesser sechzehn
Meter betrug. Mit dem gigantischen Set von Cameron´s The
Abyss (ein stillgelegtes Kühlbecken eines Atomkraftwerkes)
kann dieser Drehort natürlich nicht mithalten, aber für
die gelungene Illusion einer Unterwasser-Monsterjagd genügt
das allemal.
Cunningham wollte bei Deep Star Six eigentlich
nicht Regie führen, sondern sich nur auf seine Tätigkeit
als Produzent beschränken, aber nur sechs Wochen vor dem Start
der Dreharbeiten sprang der eigentlich eingeplante Regisseur Robert
Harmon (Hitcher - Der Highwaykiller) ab...
und somit war es zu spät, den freien Platz mit einer Person
zu besetzen, die bis dato noch nichts mit dem Film zu tun hatte.
Also übernahm Cunningham selbst diesen Job und er hat ein solides
B-Movie abgeliefert, das für einen gemütlichen Videoabend
durchaus konsumierbar ist.
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Deep Star Six
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Deep Star Six
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Alternativtitel:
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Deep Star Six - Das Grauen aus der Tiefe
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USA, 1989
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89 Minuten, Farbe
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Regie
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Sean S. Cunningham
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| Drehbuch |
Lewis Abernathy
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Geof Miller
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Kamera
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Mac Ahlberg
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Musik
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Harry Manfredini
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Schnitt
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David Handman
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Effekte
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Mark Shostrom
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(Creature FX)
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Illusion Arts
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(Visuelle Effekte)
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Greg Nicotero
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Robert Kurtzman
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(Makeup-Effekte)
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Produktion
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Sean S. Cunningham
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Patrick Markey
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Ausf. Prod.
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Mario Kassar
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Andrew Vajna
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Taurean Blacque
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Laidlaw
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| Nancy Everhard |
Joyce Collins
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| Greg Evigan |
McBride
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| Miguel Ferrer |
Snyder
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| Matt McCoy |
Richardson
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| Nia Peeples |
Scarpelli
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| Cindy Pickett |
Diane Norris
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| Marius Weyers |
Van Gelder
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| Elya Baskin |
Burciaga
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| Thom Bray |
Hodges
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| Ronn Carroll |
Osborne
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| Kane Hodder |
(Stuntman)
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