Die Polizistin Kate Sullivan wird in einen Schusswechsel verwickelt, bei dem sie ein Verbrecherpärchen tötet. Sie selbst wird dabei selbst so schwer verwundet, dass sie ins Koma fällt. Zwei zufällig anwesende Reporter haben die blutige Auseinandersetzung heimlich mit einer Kamera aufgenommen und beschliessen, diesen aus ihrer Sicht willkommenen "Glückstreffer" für eine Sensationsstory auszuschlachten. Ohne Rücksicht auf die weitere Zukunft der Polizistin verdrehen sie die Wahrheit und schneiden die Aufnahmen zu einer skandalösen Reportage zusammen, dass der Eindruck entsteht, Kate sei eine gewissenlose Killerin. Ihr Freund und Kollege Sean McKinney ahnt jedoch, dass die Geschichte manipuliert worden ist, da er Kate schon seit Jahren kennt und daher weiss, dass sie niemals ohne Grund das Feuer auf einen Menschen eröffnen würde...

Aber da gibt es noch jemanden, der von Kate´s Unschuld überzeugt ist und nun alles daran setzt, die Ehre der Frau zu retten - und zwar kein Geringerer als Zombie-Cop Matt Cordell höchstpersönlich! Offenbar fühlt er Mitleid mit ihr, da er selbst in seiner Vergangenheit eines Verbrechens bezichtigt wurde, welches er nicht zu verantworten hatte. Per Voodoo-Magie kehrt er aus seinem Grab zurück, dringt in das Krankenhaus ein, schnappt sich Kate und entführt die Sterbende zu einer einsamen Kirche mitten in der Wüste, um sie dort zu heiraten...

Maniac Cop 3 bildet den Abschluss der Serie um den untoten Cordell und zeigt wieder einmal deutlich, dass der Versuch, die Vorgänger krampfhaft zu übertrumpfen, häufig zum Scheitern verurteilt ist. Larry Cohen schrieb zwar wieder das Drehbuch, aber als Produzent fungierte diesmal Joel Soisson, der den Gründern der Serie das Ruder aus der Hand nahm, um letztlich seine eigenen Ideen durchzusetzen. Noch vor den ersten Dreharbeiten verliess Cohen genervt das Set, weil Soisson unbedingt wieder Robert Davi als Hauptcharakter einsetzen wollte, der bereits im zweiten Teil Jagd auf Cordell gemacht hatte. William Lustig folgte seinem Beispiel kurze Zeit später - nach Beendigung der Aufnahmen liess er Soisson mit einem Berg Rohmaterial zurück, aus dem dieser selbst einen fertigen Film zusammenschneiden musste. Trotz dieser Unstimmigkeiten bietet Maniac Cop 3 immer noch handfestes B-Kino mit viel Action und einem gehörigen Schuss Horror. Auch wenn der Voodoo-Spuk aufgesetzt und die Bemühungen Cordell´s um die komatöse Kate völlig an den Haaren herbeigezogen wirkt, kann man sich trotzdem eine Zeitlang an der schrägen Story erfreuen... zumal die pyrotechnische Abteilung auch dieses Mal wieder ganze Arbeit geleistet hat: Höhepunkt des Streifens ist wieder einmal Cordell als brennende Fackel, der diesmal minutenlang in einem Streifenwagen Jagd auf Robert Davi und Blickfang Caitlin Dulany (Class of 1999 Part 2) macht und dabei so manche Stossstange verbiegt.

Im Bezug zu den üblichen Monstermädel-Sequels wie Bride of Chucky oder Bride of Re-Animator hätte dieser Teil statt Badge of Silence wohl den passenderen Titel Bride of Maniac Cop verdient. Und hätte Cordell´s unfreiwillige Freundin das Finale überlebt, würde uns Soisson wohl in den nächsten Jahren mit einem Son of Maniac Cop beglücken... Zum Glück versichert Regisseur Lustig bis heute immer wieder, dass es niemals einen vierten Teil geben wird.

 
Maniac Cop 3
Maniac Cop 3:
Badge of Silence
 
 
 
USA, 1992
82 Minuten, Farbe
 
 
Regie
William Lustig
 
Joel Soisson
 
(Endschnitt)
Drehbuch
Larry Cohen
Kamera
Jacques Haitkin
Musik
Joel Goldsmith
Schnitt
David Kern
 
Michael Eliot
Effekte
KNB EFX Group
Produktion
Joel Soisson
 
Michael Leahy
Ausf. Prod.
W.K. Border
Co-Prod.
Larry Cohen
 
 
Robert Davi
Sean McKinney
Robert D´Zar
Matt Cordell
Caitlin Dulany
Dr. Susan Fowler
Gretchen Becker
Kate Sullivan
Frank Pesce
Tribble
Bobby Di Cicco
Bishop
Paul Gleason
Hank Cooney
Julius Harris
Houngan
Grand Bush
Willie
Doug Savant
Dr. Peter Myerson
Robert Forster
Dr. Powell
Lou Diaz
Leon
Ted Raimi
Reporter
Barry Livingston
Bestatter-Assistent
Jason Lustig
Fahrer
Andy Gill
Brennender Cordell
   
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© Christian Lorenz
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