|
Ein kleines Städtchen im amerikanischen Nirgendwo. Das Leben
der Einwohner nimmt seinen gewohnten Lauf, als plötzlich ein
schwarzer Wagen auftaucht und die Strassen rund um den Ort für
jeden Verkehrsteilnehmer zum lebensgefährlichen Pflaster macht.
Ohne jedes erkennbare Motiv rammt das Fahrzeug Radfahrer in den
Tod, überfährt Fussgänger und zeigt noch nicht einmal
vor den Gesetzeshütern Respekt. Der zuständige Polizeichef
Everett Pack merkt dies leider zu spät, als er von dem hässlichen
Vehikel in einen Abgrund geschoben wird... Nun liegt es an Deputy
Sheriff Wade Parent, die Höllenmaschine zu stoppen. Die konventionellen
Methoden scheitern jedoch wirkungslos: Kugeln aus den Waffen der
Polizisten prallen an Karosserie und Reifen ab, ohne einen Kratzer
zu hinterlassen, zudem ist der Wagen ebenso schnell vom Erdboden
verschwunden, wie er aus dem Nichts aufgetaucht ist! Langsam scheint
sich der verrückte Verdacht zu bestätigen, der Sensenmann
persönlich hätte ein zeitgemässeres Mittel gefunden,
seine Seelen einzufangen...
Als Parent´s Freundin Lauren ebenfalls ihr Leben verliert,
weil der Teufel auf Rädern quer durch ihre Wohnung rast, greift
er schliesslich zu härteren Massnahmen: Wade lockt den Wagen
in eine mit Sprengsätzen bestückte Schlucht und begräbt
ihn unter tonnenschweren Felsbrocken. Für einen kurzen Augenblick
scheint der Lenker des Gefährtes sein wahres Gesicht zu zeigen...

1971 erzielte Steven Spielberg mit seinem
Thriller Duell den Durchbruch und entdeckte
des Menschen liebstes Spielzeug - das Automobil - als neue Verkörperung
des Bösen. Seitdem tauchen in Horrorfilmen immer wieder Fahrzeuge
auf, hinter deren verchromtem Grinsen der Teufel persönlich
lauert. Zu den bekannteren Vertretern dieser Art zählen Christine
und Rhea M (beides Adaptionen von King-Geschichten),
zu den eher unbekannten Killdozer (um einen
wildgewordenen Bagger!) und der neuseeländische Gruselfilm
Fahrt ins Grauen. Auch Elliott Silverstein,
der mit Cat Ballou und Der
Mann, den sie Pferd nannten zwei sehr erfolgreiche Western
inszeniert hat, lieferte einen leider häufig unterschätzten
Beitrag für dieses Subgenre. Trotz eindimensionaler und hölzern
agierender Charaktere bietet Der Teufel auf Rädern
einige wirklich bedrohliche und spannende Momente, die man in dieser
Dosis bei den beiden bereits erwähnten Stephen King-Verfilmungen
mitunter schmerzlich vermisst. Die Kameraführung ist exzellent
gelungen - man sieht herrliche Landschaftsaufnahmen, in denen nur
ganz beifällig ein Lichtreflex in der Ferne die Präsenz
des Killerwagens verrät, so dass der Zuschauer immer im Bilde
darüber ist, wann das Vehikel das nächste Mal zuschlägt.
Besonders gelungen ist die Anfangssequenz des Filmes, in der zwei
Radfahrer in einer mörderischen Hetzjagd unter bedrohlichem
Gehupe durch den Zion Nationalpark in Utah getrieben werden, bis
sie schliesslich unter die alles zermalmenden Räder geraten.
Ein weiterer Höhepunkt des Filmes ist der Tod von Wade´s
Freundin Lauren - während sie nachts in ihrem Haus telefoniert,
kann der Zuschauer durch ein Fenster zwei Scheinwerfer erkennen,
die sich mit rasanter Geschwindigkeit nähern...
Für Silverstein bedeutete Der Teufel auf
Rädern das vorläufige Ende seiner Karriere. Der
Film floppte gnadenlos an den Kinokassen, was wohl auch ein wenig
an Star Wars gelegen hat, der ebenfalls
zu dieser Zeit in den Lichtspielhäusern aufgeführt wurde
und jeden Konkurrenten gnadenlos aus dem Programm verdrängte.
Erst 1993 startete Silverstein nach etlichen Fernsehfilmen mit Flashfire
ein Leinwand-Comeback. Das Design des Killerautos geht übrigens
auf George Barris zurück, der einen Lincoln Mark II in monatelanger
Arbeit für den Film umgestaltete. Barris entwarf auch das "Batmobil"
für die TV-Serie Batman und war an
der Produktion von Easy Rider beteiligt.
|
|
|
Der Teufel auf Rädern
|
|
The Car
|
| |
| |
|
Arbeitstitel:
|
|
Wheels
|
| |
|
USA, 1977
|
|
97 Minuten, Farbe
|
| |
|
|
| |
|
Regie
|
Elliott Silverstein
|
| Drehbuch |
Dennis Shryack
|
|
|
Michael Butler
|
| |
Lane Slate
|
|
Kamera
|
Gerald Hirschfeld
|
|
Musik
|
Leonard Rosenman
|
|
Schnitt
|
Michael McCroskey
|
|
Effekte
|
Albert Whitlock
|
| |
Bill Aldridge
|
| |
Ed Kennedy
|
| |
Paul Hickerson
|
| |
Jack Faggard
|
|
Produktion
|
Elliott Silverstein
|
| |
Marvin Birdt
|
| |
|
|
| |
|
James Brolin
|
Wade Parent
|
| Kathleen Lloyd |
Lauren
|
| Ronny Cox |
Luke Johnson
|
| John Marley |
Everett Pack
|
| John Rubinstein |
John Morris
|
| R.G. Armstrong |
Amos Clements
|
| Doris Dowling |
Bertha Clements
|
| Roy Jenson |
Ray Mott
|
| Kim Richards |
Lynn-Marie Parent
|
| Kyle Richards |
Debbie Parent
|
| Don Keefer |
Dr. Pullbrook
|
| Elizabeth Thompson |
Margie Johnson
|
| Kate Murtagh |
Miss McDonald
|
| Robert Phillips |
Metcalf
|
|