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Der Fotograf Ted Harrison und dessen Freundin Marjorie werden auf
einer Fotosafari im undurchdringlichen Dschungel Nepals von einem
Werwolf angefallen. Während das Mädchen von der Bestie
buchstäblich zerfetzt wird, kommt Ted mit dem Schrecken und
einer tiefen Bisswunde davon. Mit dem Fluch belastet, sich nun ebenfalls
in jeder Nacht zu einem blutrünstigen Monster zu verwandeln,
kehrt der Fotograf in seine Heimat zurück.
Eines Tages taucht Ted bei seiner Schwester Janet auf, die in einer
geräumigen Villa mit ihrem Sohn Brett und dem Schäferhund
Thor lebt. Durch die Nähe zu seiner Familie erhofft er sich,
sein unheimliches Doppelleben wieder in geordnete Bahnen lenken
zu können... aber sein dämonisches Ich gewinnt immer mehr
die Oberhand. Janet ahnt zunächst nichts vom nächtlichen
Jagdtrieb ihres Bruders, auch wenn sie sich ein wenig über
seine Begeisterung für Werwolf-Movies wundert. Doch Thor wittert
instinktiv die Gefahr, die von dem Gast ausgeht, und wird damit
zur ernstzunehmenden Bedrohung. Mit einem hinterlistigen Plan sorgt
Ted schliesslich dafür, dass der Vierbeiner in einem Tierheim
landet. Nun scheint ihn nichts mehr davon abhalten zu können,
Janet an die Gurgel zu springen. Quasi in letzter Sekunde kann Brett
den Hund aus seinem Käfig befreien, und Thor stürzt sich
todesmutig zwischen den Werwolf und sein Frauchen...

Werwölfe haben sich in den letzten
Jahren in den Lichtspielhäusern rar gemacht. Zwar durfte Jack
Nicholson 1994 in Wolf die Zähne fletschen
und drei Jahre später erschien endlich das langerwartete Sequel
von American Werewolf, doch insgesamt fielen
auch diese Beiträge enttäuschend aus. Eric Red, Drehbuchverfasser
von Klassikern wie Near Dark oder Blue
Steel, wagte sich ebenfalls an das Thema und liefert mit
Bad Moon ein solides B-Movie, das sich
garantiert nicht hinter den weitaus kostspieligeren erstgenannten
Filmen zu verstecken braucht. Bad Moon
basiert auf dem Roman Thor von Wayne Smith,
der fast die komplette Story aus der Perspektive des Schäferhundes
schildert und sich dadurch von ähnlichen Werwolf-Geschichten
abhebt. Von dieser originellen Idee sind im Film nur einige Kamerafahrten
übriggeblieben, welche das blutige Geschehen aus der Sicht
des Hundes darstellen. Natürlich mussten einige Details der
Vorlage filmgerecht umgeändert werden, um sich auf das Wesentliche
zu beschränken. Aus einem alleinerziehenden Vater und seinen
drei Kindern wird in Bad Moon eine Mutter
und ein Sohn, weiterhin ist die Eröffnungsszene im Dschungel
Nepals eine Idee des Regisseurs.
Der acht Millionen Dollar teure Streifen hat hierzulande eine FSK
16-Einstufung erhalten und ist damit sehr gnädig weggekommen,
denn die Trickeffekte sind stellenweise ziemlich heftig. Die Masken
und recht unappetitlichen Makeup-Kreationen stammen aus den heiligen
Hallen von Steve Johnson, dessen Karriere als einer der führenden
Trickexperten Hollywoods als Makeup-Assistent bei American
Werewolf und Joe Dante´s Schocker Das
Tier begann, was ihn für die Monsterkreationen von Bad
Moon wohl wie keinen anderen qualifizierte. Das positive
Gesamtbild wird lediglich von einer primitiven Morphing-Verwandlungssequenz
geschmälert, welche vom Trickstudio "VIFX" beigetragen
wurde. Diese Firma arbeitete ein Jahr später nochmals für
die Neuauflage von Stephen King´s Shining
zusammen.
Wenn man von einigen groben Schnitzern absieht (beispielsweise einem
mehrere Tage anhaltenden Vollmond), kann Bad Moon
eigentlich über die komplette Spielzeit von leider nur 76 Minuten
ganz gut unterhalten. Michael Paré (Moon
44) spielt den Wolfsmann, Mariel Hemingway macht als Horror-Heroine
ebenfalls eine gute Figur. Einzig der Deutsche Schäferhund
Primo, der heimlische Star dieses Films, stiehlt allen anderen die
Schau. Auch der Humor kommt nicht zu kurz: nachts läuft im
Fernsehen der Film The Werewolf of London,
über den sich Ted königlich amüsiert, und in einer
anderen Szene pinkelt er Thor an die Hundehütte, um sein Revier
zu markieren...
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USA, 1996
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76 Minuten, Farbe
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Regie
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Eric Red
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| Drehbuch |
Eric Red
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Kamera
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Jan Kiesser
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Musik
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Daniel Licht
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Schnitt
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C. Timothy O´Meara
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Effekte
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Steve Johnsons XFX
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(Creature Effects)
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VIFX
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(Visuelle Effekte)
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Produktion
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James G. Robinson
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Ausf. Prod.
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Gary Barker
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Bill Todman jr.
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| Co-Prod. |
Jacobus Rose
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Mariel Hemingway
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Janet Harrison
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| Michael Paré |
Ted Harrison
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| Mason Gamble |
Brett Harrison
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| Ken Pogue |
Sheriff
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| Gavin Buhr |
Waldarbeiter
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| Julia Montgomery |
Reporterin
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| Johanna Marlowe Lebowitz |
Marjorie
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