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Paul Looran, ein siebenjähriger britischer Knirps, gilt als
wissenschaftliche Sensation: er besitzt eine ausgesprochen hohe
Intelligenz, welche der seiner Zeitgenossen weit überlegen
ist. Der Psychologe Tom Lewellin und sein Kollege David Neville,
der als Genetiker das Phänomen mit Mikroskop und Reagenzglas
erforschen will, suchen die Mutter des Jungen in London auf, doch
diese zeigt sich abweisend und wirft die beiden nach einem wenig
aufschlussreichen Wortwechsel kurzerhand aus der Wohnung. Als sie
wenig später auf der Strasse im traumatisierten Zustand von
einem Fahrzeug erfasst wird und nur knapp mit dem Leben davonkommt,
zeigt sie sich bei einem erneuten Besuch der beiden Wissenschaftler
endlich gesprächiger. Sie offenbart Lewellin und Neville, dass
ihr Sohn nicht von dieser Welt sein kann, da sie selbst noch niemals
Geschlechtsverkehr hatte! "Er ist nicht menschlich", versucht
sie ihren Gesprächspartnern zu erklären. Von einem aus
Paris angereisten Professor erfahren die Forscher, dass fünf
weitere Kinder entdeckt wurden, welche die gleichen phantastischen
Eigenschaften wie Paul aufweisen und aus ihren Heimatländern
Indien, Russland, Nigeria, China und Amerika zu Untersuchungszwecken
in die Metropole an der Themse gebracht worden sind. Es stellt sich
heraus (man ahnt es bereits), dass keines der Kinder einen Vater
hat...
Mit der Zeit wächst das Interesse der Regierungen an den kleinen
Genies, da die Superhirne eventuell von enormer Wichtigkeit für
die betroffenen Länder sein könnten. Botschafter treffen
ein, um die Kleinen zurückzuholen, doch die plötzlich
so gefragten Kinder ergreifen die Flucht vor den machtgierigen Plänen
der Politiker und verstecken sich in einer baufälligen Kirche.
Susan Eliot, Paul´s Tante, wird auf telepathischem Wege (!)
herbeigerufen, um sie zu versorgen. Als zwei Polizisten das Gotteshaus
betreten und Unruhe stiften, werden sie von den Kindern gezwungen,
sich gegenseitig zu töten. Lewellyn wird Zeuge des Geschehens,
kann die Tat aber nicht mehr verhindern. Ein weiterer Versuch, bis
zu den Zähnen bewaffnet das Gebäude zu betreten, wird
gnadenlos bestraft: mit der Kirchenorgel, die zu einer Ultraschallwaffe
modifiziert worden ist, kann die Brut den Eindringlingen den Garaus
machen. Dabei wird Rashid, Paul´s "Bruder" aus Indien,
von einer Kugel tödlich getroffen. Die Kirche wird von der
Armee umstellt, Dynamit plaziert - die Situation spitzt sich immer
mehr zu. Zwischen Neville und Lewellyn, der ein Auge auf Susan geworfen
hat, entbrennt eine heisse Diskussion. Darf man die Kinder töten,
nur weil sie "anders" sind?

Bereits drei Jahre nach dem Erscheinen
von Das Dorf der Verdammten erschien bei
MGM eine weitere Adaption des Wyndham-Romans The
Midwich Cuckoos, inszeniert von TV-Regisseur Anton M. Leader
(Star Trek, Lost in Space),
die auf einem Skript von Oscar-Preisträger John Briley (Gandhi)
basiert. Children of the Damned ist jedoch
keine Fortsetzung des ersten Filmes, sondern ein völlig eigenständiges
Remake, welches sich in sehr vielen Punkten vom Vorgänger unterscheidet.
Briley´s Überarbeitung macht die Geschichte noch interessanter,
denn die Kinder entstammen nun nicht mehr dem Mikrokosmos eines
kleinen Dorfes, sondern tauchen in allen Teilen der Welt auf, was
die Neuverfilmung ungleich politischer macht als Das
Dorf der Verdammten. Zunächst versprechen sich die Geheimdienste
der Länder in dem Film allerhand Vorteile davon, ihr "Superhirn"
irgendwann einmal in den nationalen Militärapparat eingliedern
zu können, was besonders das Interesse an jener bizarren Waffe
erklärt, welche die Kinder aus einem Haufen blinkender Lämpchen,
etwas Kabelsalat und einer Kirchenorgel bauen. Als die Regierungsvertreter
jedoch von der Tatsache erfahren, dass die Kleinen ihr angeeignetes
Wissen durch Telepathie übertragen können, ebbt das Interesse
an den Kleinen schlagartig ab: innerstaatliche Geheimnisse wären
schliesslich keine Geheimnisse mehr, wenn eines der sechs hochbegabten
Talente davon erfahren würde! Die Konsequenz ist, dass die
Kinder zu Feindbildern werden - und letztlich als Bedrohung der
Menschheit eingestuft werden. Dabei sind die Kinder - wie sich später
herausstellt - keine ausserirdischen Sendboten, sondern lediglich
Menschen, die ein paar Stufen auf der Evolutionsleiter übersprungen
haben und nicht allzuviele Gedanken daran verschwenden, Gründer
einer neuen "Superrasse" zu sein! Die Armee ist es schliesslich,
welche die fremdartigen Sprösslinge durch den Einsatz von Sprengstoff
vernichtet: Angst und Vorurteile haben wieder einmal gesiegt. Das
Finale des Filmes wirkt allerdings enttäuschend, weil man durch
das "versehentliche" Auslösen der Kirchensprengung
nicht dazu verpflichtet ist, nach etlichen Filmdiskussionen über
das Leben oder den Tod der "Fremden" eine moralische Position
einzunehmen.
Für die sehr sparsam eingesetzten Effekte zeichnet sich wie
schon beim Vorgänger Tom Howard verantwortlich, der den kleinen
Darstellern auch hier die Augen mit recht einfachen, aber effektiven
Mitteln zum hypnotisierenden Aufleuchten brachte. Auf die platinblonden
Perücken der Midwich-Sprösslinge wurde zum Glück
verzichtet, wodurch die dämonischen Kinder - verstärkt
durch ihre Verschwiegenheit sowie den mitunter in Zeitlupe gefilmten
Gang - wesentlich bedrohlicher wirken. Es ist den Machern dieses
Werkes hoch anzurechnen, dass sie nicht bloss versucht haben, den
erfolgreichen Vorgänger zu kopieren, sondern eine neue Geschichte
erzählen, die kaum noch etwas mit Wyndham´s Roman gemeinsam
hat. So ist Children of the Damned ein
hervorragendes und originelles Remake des 1960 erschienenen Klassikers
- bedauerlich, dass der Streifen bislang noch nicht in deutscher
Sprache veröffentlicht worden ist.
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Children of the Damned
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(kein deutscher Titel)
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Alternativtitel:
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Horror!
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(USA)
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The Children Return
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(Arbeitstitel)
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The Children
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(Arbeitstitel)
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GB, 1963
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90 Minuten, schwarz/weiss
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Regie
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Anton M. Leader
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| Drehbuch |
John Briley
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Kamera
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Davis Boulton
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Musik
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Ron Goodwin
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Schnitt
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Ernest Walter
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Effekte
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Tom Howard
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Produktion
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Lawrence P. Bachman
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Ian Hendry
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Tom Lewellin
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| Alan Badel |
David Neville
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| Barbara Ferris |
Susan Eliot
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| Alfred Burke |
Colin Webster
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| Sheila Allen |
Diana Looran
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| Ralph Michael |
Defence Minister
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| Patrick Wymark |
Commander
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| Harold Goldblatt |
Harib
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| Patrick White |
Mr. Davidson
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| Martin Miller |
Prof. Gruber
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| André Mikhelson |
Russe
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Die Kinder:
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Clive Powell (Paul Looran)
Yoke-Moon Lee
Roberta Rex
Gerald Delsol
Mahdu Mathen
Frank Summerscale
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