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Bei einem skurrilen Verkehrsunfall kommen Adam und Barbara Maitland
ums Leben, aber zunächst ahnen sie noch nichts von ihrem Pech.
Sie landen nicht im Himmel, sondern als Gespenster auf dem Dachboden
ihres Hauses. Hier entdecken sie das Handbuch für die
gerade Verstorbenen, welches sie auf ihre miserable Situation
aufmerksam macht. Sie erfahren, dass alle Personen, die keines natürlichen
Todes gestorben sind, mehrere Jahrzehnte auf eine Beförderung
in himmlischere Regionen warten müssen. Die zuständigen
Behörden haben halt viel zu tun!
Zu allem Unglück ziehen wenige Wochen nach dem Ableben der
Maitlands die ebenso neurotische wie neureiche Yuppie-Familie Deetz
aus New York ein, welche die Innereien des Gebäudes mit Hilfe
des grosskotzigen Innenarchitekten Otho komplett auf den Kopf stellt
und alles verwüstet, was den beiden frisch Dahingeschiedenen
noch immer sehr am Herzen liegt. Die hilflosen Geister beschliessen
letztlich, ihren Wohnsitz zugunsten eines ruhigeren Domizils zu
wechseln... doch vor der Tür erwartet die beiden eine bedrohliche
Wüstengegend, in der gefrässige Sandwürmer nur darauf
warten, unvorsichtige Gespenster zu verschlingen! Den Maitlands
bleibt nichts anderes übrig, als das Haus weiterhin mit der
Chaotenfamilie zu teilen. Als ihre Versuche, die Nervensägen
durch Herumspuken zu vertreiben, wegen mangelnder Kenntnisse erfolglos
bleiben, erfahren sie durch einen Werbespot im Höllenfernsehen
von Betelgeuse, der sich selbst als Bio-Exorzisten bezeichnet
und damit prahlt, Lebenden mit radikalen Poltergeist-Aktivitäten
das Herz in die Hose rutschen zu lassen... Die Maitlands verpflichten
den wüsten Gesellen, doch dieser entpuppt sich schnell als
raffgieriger und unkontrollierbarer Plagegeist.

Die ich rief, die Geister, werd'
ich nun nicht los. Dieses Zitat aus Goethe´s Zauberlehrling
trifft die Handlung von Beetlejuice, Tim Burtons (Mars
Attacks!) erstem grossen Film, perfekt. Die chaotische
und anarchistische Horrorkomödie, die grossen Einfluss auf
die Karriere des Filmemachers nahm, spielte nach nur drei Monaten
über siebzig Millionen Dollar ein, denen nur dreizehn Millionen
Dollar Produktionskosten gegenüberstanden. Das Erfolgsrezept
von Burton liegt darin, eigentlich völlig alltägliche
Situationen ins Comichafte zu überziehen... sogar der Tod wird
lächerlich. Für den Geniestreich konnte er einige hochkarätige
Darsteller gewinnen, die zum Zeitpunkt der Produktion noch frisch
und unverbraucht waren. Alec Baldwin (Shadow und
der Fluch des Khan) und Geena Davis (Die
Fliege, Remake) verkörpern das Geisterpärchen,
Jeffrey Jones (Ed Wood) und Catherine O´Hara
(Kevin Allein zu Haus) spielen die
durchgeknallten New Yorker Nervensägen. Auch für Newcomerin
Winona Ryder (Heathers) war Beetlejuice
ein Karrieresprungbrett. Sie stellt die immer in tiefes Schwarz
gekleidete, melancholische Tochter der Deetz´ dar und hat
damit die einzige weitgehend ernsthafte Rolle in diesem Film, die
sie bravourös meistert. Unübertroffener Star des Klamauks
ist natürlich Michael Keaton als Betelgeuse. Ursprünglich
sollte die Rolle mit Sammy Davis jr. besetzt werden. Obwohl sich
sein Part nur auf das Schneiden von Grimassen beschränkt, gefiel
Burton seine Verkörperung des übermütigen Springteufels
so gut, dass er Keaton ein Jahr später für seinen erfolgreichsten
Film, Batman, erneut unter Vertrag nahm.
Angesichts der erstaunlichen Menge von rund 300 FX-Shots betrug
das Etat der Trickabteilung nur eine Million Dollar. Um Beetlejuice
nicht zu einem seelenlosen Effektspektakel verkommen zu lassen,
legte Burton besonderen Wert darauf, dass nur klassische
Tricktechniken Verwendung fanden. Der Grossteil der Tricks liess
sich so durch Stop-Motion und Miniatureffekte realisieren
altbewährte Techniken, die hier extrem witzig umgesetzt worden
sind. Doug Beswick (Aliens) zeichnet sich
für die Sandwurm-Szenen verantwortlich, welche
die geisterfeindliche Welt ausserhalb des Maitland-Hauses darstellen
sollen und entfernt an David Lynchs Dune
erinnern. Makeup-Techniker Robert Short (Piranha)
erhielt für seine fantastischen Kreationen darunter
die Verwandlung von Baldwin und Davis in hundertjährige Greise
1989 den Oscar.
Im Fahrwasser von Beetlejuice, dem besserwisserische
Produzenten im letzten Moment fast noch den Titel House
Ghosts verpasst hätten, produzierte Warner noch eine
Zeichentrickserie mit einem durchgeknallten, aber liebenswerten
Betelgeuse. Neben Edward mit den Scherenhänden
zählt Beetlejuice zu den schönsten
Filmen des Regisseurs, der seine schrägen Visionen mittlerweile
gegen typischen Hollywood-Humbug ausgetauscht hat.
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Alternativtitel:
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Lottergeist Beetlejuice
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USA, 1988
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92 Minuten, Farbe
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Regie
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Tim Burton
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| Drehbuch |
Michael McDowell
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Warren Skaaren
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Kamera
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Thomas Ackerman
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Musik
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Danny Elfman
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Schnitt
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Jane Kurson
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Effekte
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David Beasley
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Thomas Conti
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Ted Rae
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(Miniatureffekte)
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Doug Beswick
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(Sandwurm-Sequenz)
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Robert Short
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(Makeup-Effekte)
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Dreamquest Images
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Produktion
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Michael Bender
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Larry Wilson
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Richard Hashimoto
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Michael Keaton
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Betelgeuse
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| Alec Baldwin |
Adam Maitland
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| Geena Davis |
Barbara Maitland
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| Winona Ryder |
Lydia
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| Jeffrey Jones |
Charles
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| Catherine O´Hara |
Delia
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| Sylvia Sidney |
Juno
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| Dick Cavett |
Bernhard
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| Glenn Shadix |
Otho
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| Maurice Page |
Ernie
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| Annie McEnroe |
Jane Butterfield
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| Patrice Martinez |
Empfangsdame
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| Robert Goulet |
Maxie Dean
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| Simmy Bow |
Pförtner
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| Hugo Stanger |
Alter Bill
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| Rachel Mittelman |
Kleine Jane
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| Jay Saunders |
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| Mark Ettlinger |
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| Douglas Turner |
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| Cynthia Daly |
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| Tony Cox |
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| Duane Davis |
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| Marie Cheatham |
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| Harold Goodman |
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