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Eine Handvoll von Bühnendarstellern studiert in einem alten
Theater das Horror-Musical The Night Owl ein, welches
von einem Serienmörder im Kostüm einer Eule handelt. Die
Hauptrolle spielt Alicia, die unter dem tyrannischen und ungehobelten
Regisseur Peter besonders zu leiden hat. Als sie sich am Knöchel
verletzt, schleicht sie sich heimlich aus dem Gebäude, um einen
Arzt zu konsultieren. Dummerweise sucht sie keine Klinik auf, sondern
landet versehentlich in einer Irrenanstalt. Obwohl körperliche
Gebrechen hier eigentlich nicht in die Aufgabengebiete des Personals
gehören, verhilft ihr ein freundlicher Arzt zur Linderung der
Schmerzen. Sie fährt zurück ins Theater... ohne zu ahnen,
dass der gemeingefährliche Psychopath Irving Wallace, ein ehemaliger
Bühnenstar und sechzehnfacher Massenmörder, aus seiner
Zelle entkommen ist und sich in ihrem Wagen versteckt hat!
Schon nach kurzer Zeit macht eine der anwesenden Damen Bekanntschaft
mit dem Flüchtenden und es zeigt sich, dass seine Therapie
wenig erfolgreich verlaufen ist. Der Schock unter den Tänzern
und Schauspielern ist zunächst gross, doch der fanatische Regisseur
wittert seine Chance, aus dem brutalen Mord Profit zu schlagen:
immerhin hat er durch das Ableben der Frau jede Menge kostenloser
Publicity seitens der Skandalpresse erhalten. Die Proben für
die nun um einige Tage vorverlegte Uraufführung werden fortgesetzt...
Wallace, der sich entgegen polizeilicher Nachforschungen noch immer
in dem Gemäuer aufhält, nutzt die günstige Gelegenheit,
sich unter der Vogelmaske zwischen die Darsteller zu mischen und
ermordet mitten im Rampenlicht eine der Darstellerinnen vor den
Augen der anderen Crewmitglieder. Zunächst hält man den
Mord für gekonnte Schauspielerei, aber schnell merkt man den
fatalen Irrtum. Eine Flucht vor dem Killer ist unmöglich: alle
Ausgänge sind verschlossen und Wallace beginnt, sein eigenes
blutiges Comeback zu inszenieren! Mit diversen Utensilien aus dem
Theaterfundus bewaffnet Messern, Bohrern und sogar einer
Kettensäge beginnt er ein grausames Katz-und-Maus-Spiel.

Michele Soavi gehört zu den wenigen
italienischen Filmemachern, die sich vom unbeachteten Nebendarsteller
zum international anerkannten Regisseur hochgearbeitet haben. Er
begann seine Karriere in Filmen wie Maneater
und New York Ripper, wechselte aber schon
bald hinter die Kameras und wurde Regieassistent bei Lamberto Bava
(Demoni) und Dario Argento (Phenomena).
Von der Fingerfertigkeit des Letztgenannten liess er sich unverkennbar
beeinflussen, als Joe D´Amato ihm 1986 endlich die Gelegenheit
bot, einen Film nach seinen Vorstellungen zu drehen. Vorlage für
Aquarius bildete ein Drehbuch von dem fast
legendären George Eastman (Porno Holocaust),
der in unzähligen italienischen Zombie- und Kannibalenstreifen
zu sehen war und sich hier hinter dem Pseudonym Lew Cooper verbarg.
Aus der simpel gestrickten und bereits bis zum Erbrechen durchexerzierten
Geschichte um einen Irren, der ein Dutzend wenig sympathische Jugendliche
in einem von der Aussenwelt isolierten Gebäude abmurkst, machte
Soavi einen der besten Slasherfilme der späten 80er Jahre.
Ihm gelingt das durch eine überaus gelungene Inszenierung,
dem geschickten Einsatz der Kamera und dem Wechselspiel von Licht
und Schatten... also eigentlich allen Merkmalen, die auch die Filme
von Argento von der Massenware abheben. Es dürfte kein Zufall
gewesen sein, dass der Maestro im gleichen Jahr Opera
veröffentlichte. Stilistischer Höhepunkt von Aquarius
bildet eine Szene, in welcher der maskierte Killer seine hingerichteten
Opfer inmitten langsam dahingleitender Federn wie eine Trophäensammlung
kunstvoll auf der Bühne arrangiert. Doch auch die Splatterfans
werden ihre Freude an dem Film haben. Soavi hat die Gewaltschraube
in Aquarius gleich heftig angezogen und
präsentiert einige äusserst brutale Spezialeffekte, die
in zwei verschiedenen Fassungen gedreht wurden. Für die Verwertung
im Ausland existiert eine ultraharte Fassung, die jedem Gorehound
ans Herz gelegt werden kann und eine etwas harmlosere
Fassung, die D´Amato den italienischen Zensurbehörden
vorlegte. Natürlich beruht die alte deutsche Fassung auf der
italienischen Fassung und wurde zusätzlich noch um etliche
Szenen erleichtert.
Ausserhalb Italiens feierte Aquarius grosse
Erfolge und brachte seinem Regisseur viel Beachtung ein. Der Film
erzielte auf dem Festival des Phantastischen Films in Avoriaz 1987
den ersten Preis. Doch ausgerechnet in seinem Entstehungsland floppte
der Film, was am schlechten Marketing gelegen haben mag. Vielleicht
ist der Misserfolg auch darauf zurückzuführen, dass man
dem Film einen amerikanischen Touch nicht ganz absprechen
kann: immerhin handelt es sich definitiv um keinen Giallo, sondern
einen lupenreinen Slasher.
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Aquarius -
Theater des Todes
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Deliria
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Alternativtitel:
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Bloody Bird
Stage Fright
Sound Stage Massacre
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Italien, 1987
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86 Minuten, Farbe
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Regie
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Michele Soavi
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| Drehbuch |
Lew Cooper
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(= George Eastman)
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Kamera
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Renato Tafuri
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Musik
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Simon Boswell
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Schnitt
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Kathleen Stratton
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Effekte
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Gianfranco Mecacci
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Produktion
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Aristide Massacessi
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(= Joe D´Amato)
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Richard Berkeley
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Doktor Porter
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| David Brandon |
Peter
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| Barbara Cupisti |
Alicia Alvarez
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| Don Fiore |
Polizeichef
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| Robert Gligorov |
Danny
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| Mickey Knox |
alter Polizist
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| John Morghen |
Brett
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| Clain Parker |
Irving Wallace
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| Lori Parrell |
Corinne
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| Martin Philips |
Mark
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| James E.R. Sampson |
Willy
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| Ulrike Schwerk |
Betty
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| Mary Sellers |
Laurel
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| Jo Anne Smith |
Sybil
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| Piero Vida |
Ferrari
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| Sheila Goldberg |
Schwester
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| Michele Soavi |
Polizist
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