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Im zwielichtigen Hafenviertel Tokios ist ein lautloser Killer unterwegs,
der unter Drogendealern und anderem nachtaktiven Gesindel immer
wieder neue Opfer fordert. Die Mordserie stellt die Polizei vor
ein Rätsel, da die Menschen innerhalb von nur wenigen Augenblicken
wie vom Erdboden verschwinden... und lediglich ihre Kleidung zurücklassen!
Eines Tages wird Chikako, Tänzerin in einem Nachtclub, Zeugin
eines weiteren Mordes: sie beobachtet, wie ein unförmiges,
grünlich schimmerndes Wesen aus dem Nichts auftaucht und einen
Mann verschlingt! Mit ihrer wirren Personenbeschreibung können
die Gesetzeshüter natürlich nicht allzu viel anfangen,
doch der Forscher Dr. Masada wird hellhörig. Er kennt die Geschichte
von einigen Seeleuten, die während des Fischfangs einem nuklearen
Testgebiet zu nahe gekommen sind und durch die radioaktive Strahlung
zu einer schleimigen Masse mit teuflischem Eigenleben mutiert sein
sollen. Als er einige Wrackteile des Bootes im Hafen der Stadt entdeckt,
wird seine wagemutige Theorie bestätigt: die Kreatur hat sich
in der Kanalisation verkrochen und benötigt zum raschen Wachstum
jede Menge Nahrung. Sprich: Menschen!

Die Bombe ist wieder mal an allem schuld!
Nachdem Godzilla 1954 durch den Knall einer
Atombombe aus seinem ewigen Winterschlaf gerissen wurde und durch
seine anschliessende Sightseeing-Tour quer durch Japans Hauptstadt
der Immobilienbranche Rekordumsätze bescherte, verwandeln sich
in Das Grauen schleicht durch Tokio gewöhnliche
Menschen unter dem Einfluss der radioaktiven Strahlung in glitschige
Ungeheuer. Damit macht Ishiro Honda nach seinem legendären
Monsterdebüt erneut das Atombomben-Trauma der Japaner zum Thema
eines Horrorfilms.
Im Gegensatz zu dem im gleichen Jahr auf der anderen Seite der Erdkugel
entstandenen Edeltrash Blob Schrecken ohne
Namen, in dem ebenfalls ein undefinierbare menschenfressende
Masse das ruhige Stadtleben in Veruf bringt, vermischt Honda seinen
Film mit einer Kriminalhandlung und macht Detektive, Kleinganoven
und Go-Go-Girls zu den Hauptfiguren. Das gelingt ihm hier ausgezeichnet,
denn Das Grauen schleicht durch Tokio ist
über weite Strecken besser als sein amerikanischer Pendant.
Mehr noch: es handelt sich hier um seinen besten Film ausserhalb
der Godzilla-Reihe, obwohl er im Entstehungsland
mit nur 400.000 Kinobesuchern relativ erfolglos war.
Wie es leider bei so vielen japanischen Filmen der Fall ist (Rodan,
Todesstrahlen aus dem All,...), unterscheidet
sich die amerikanische Fassung wesentlich von der ursprünglichen
Version. So wurde die Anfangssequenz radikal verändert und
einige Attacken der H-Men (US-Titel) herausgeschnitten,
die dem Zuschauer zeigen, wie er seine Opfer unter Blubbern und
Brodeln genüsslich verdaut. Ebenso fehlt auch ein
kurzer Blick auf die traurigen Überreste einer Tänzerin
genauer gesagt: ihre Unterwäsche! Das schien den amerikanischen
Moralaposteln zu gewagt, so dass auch diese Einstellung aus der
westlichen Fassung (und damit auch aus der deutschen Version) getilgt
wurde. Doch auch trotz der Verstümmelungen bleibt Das
Grauen schleicht durch Tokio ein kultiges Monstermovie der
50er Jahre, welches trotz der Jahrzehnte seinen Reiz nicht verloren
hat.
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Das Grauen schleicht durch
Tokio
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Bijo To Ekitai Ningen
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Alternativtitel:
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The H-Men
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(US-Titel)
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Japan, 1958
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75 Minuten, Farbe
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Regie
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Inoshiro Honda
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| Drehbuch |
Takeshi Kimura
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Kamera
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Hajime Koizumi
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Musik
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Masaru Sato
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| Schnitt |
Kazuji Taira
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Effekte
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Eiji Tsuburaya
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Akira Wanatabe
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Teisho Arikawa
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Hidesawa Araki
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Produktion
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Tomoyuji Tanaka
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Yumi Shirakawa
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Chikako Arai
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| Kenji Sahara |
Dr. Masada
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| Akihiko Hirata |
Tominaga
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| Eitaro Ozawa |
Miyashita
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| Koreya Senda |
Dr. Maki
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| Mitsuro Sato |
Uchida
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| Yoshifumi Tajima |
Sakata
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| Kamayuki Tsubono |
Detective
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| Yoshio Tsuchiya |
Detective
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