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Die U.S.S. Nautilus, ein atomgetriebenes U-Boot der
amerikansichen Marine, kreuzt vor der Küste San Franciscos,
als ein Navigator einen riesigen Schatten auf dem Radarschirm bemerkt,
der das Schiff seit geraumer Zeit zu verfolgen scheint. Obwohl Kommandant
Pete Mathews das Tempo erhöhen lässt, kann das unbekannte
Objekt den Abstand zu dem U-Boot verringern. Urplötzlich wird
das Schiff für einige Minuten festgehalten... und der Spuk
ist ebenso schnell wieder vorbei, wie er begonnen hat. Wieder im
sicheren Hafen angekommen, entdeckt man am Heck des Schiffes eine
schleimige, radioaktive Masse, die sofort von dem Wissenschaftler
John Carter und seiner Kollegin Lesley Joyce analysiert wird. Das
Ergebnis ist verblüffend: die Substanz kann nur von einer Krake
stammen... aber wie gross müsste solch ein Tier sein, um die
Fahrt eines U-Boots zu bremsen?
Einige Tage später vernimmt man einen Seemann, dessen Schiff
mitten auf dem Meer von einem Seeungeheuer versenkt wurde. Die Forscher
sehen ihre unfassbare Theorie bestätigt: ein Oktopus, in dessen
Jagdrevier offensichtlich Tests mit Wasserstoffbomben gemacht wurden,
ist durch den Verzehr radioaktiv verseuchter Fische auf beachtliche
Grösse herangewuchert und gibt sich nun nicht mehr mit dem
Futter zufrieden, welches ihm sein Lebensraum bietet. Auf seiner
Suche nach etwas Fressbarem dringt er schliesslich ins Hafenbecken
San Franciscos ein, schnappt sich mit seinen Tentakeln einige unvorsichtige
Bürger, zerstört dabei einige Gebäude und nascht
schliesslich am Wahrzeichen der Stadt, der Golden Gate Bridge, was
diese nicht ohne Blessuren übersteht. Erst ein gezielter Torpedoschuss
kann das Monstrum unschädlich machen.

Mit Das Grauen aus
der Tiefe begann eine langjährige Zusammenarbeit zwischen
Ray Harryhausen und Charles H. Schneer, die ein Vierteljahrhundert
andauern und ein Dutzend Filmklassiker hervorbringen sollte. 1981
schliesslich verabschiedete sich Harryhausen nach dem Kampf
der Titanen aus dem Filmgeschäft und absolviert seitdem
in regelmäßigen Abständen Gastauftritte in Hollywood-Streifen
wie dem Mighty Joe Young-Remake oder verschiedenen
Dokumentationen.
Das diesmal in San Francisco angesiedelte Monsterspektakel erzählt
im Prinzip dieselbe Geschichte wie Panik in New
York, bei dem Harryhausen erstmals völlig freie Hand
bei den Spezialeffekten hatte. In beiden Filmen geht es um riesige
Kreaturen, die duch Folgen der Radioaktivität entstanden sind
wohl das beliebteste SF-Thema der 50er Jahre. Man ersetzte
lediglich den Dinosaurier durch einen Meeresbewohner... und es ist
wahrscheinlich der nur ein Jahr zuvor erschienenen Disney-Produktion
20.000 Meilen unter dem Meer zu verdanken,
dass eben dieses Ungeheuer ausgerechnet ein Kraken sein sollte.
Trotz hervorragender Stop-Motion-Effekte zählt Das
Grauen aus der Tiefe zu Harryhausens schwächeren Filmen,
was dem arg zusammengeschusterten Drehbuch von George Worthing Yates
(Formicula) und Hal Smith zuzuschreiben
ist. Bis zum ersten grossen Auftritt der Seekreatur
vergeht eine geschlagene Stunde, die mit einer zähen Liebesgeschichte
zwischen U-Boot-Kommandant Mathews und der Forscherin Joyce überbrückt
wird. Dazu gibt es jede Menge fachwissenschaftliches Geschwafel,
dass es mit jeder Star Trek-Episode aufnehmen
könnte. Obwohl sich Kenneth Tobey, der kurz zuvor Das
Ding aus einer anderen Welt bekämpfte, und Faith Domergue
(Metaluna 4 antwortet nicht) viel Mühe
in ihren Rollen geben, können sie die Schwächen des Drehbuches
nicht überspielen. Eine weitere Ursache dürfte das knappe
Etat von nur 150.000 Dollar gewesen sein, so dass Regisseur Robert
Gordon nur sechs Tage zur Verfügung standen, um alle Szenen
mit den Darstellern auf Zelluloid zu bannen. Doch auch auf Harryhausens
Arbeit wirkte sich das niedrige Budget negativ aus: um Zeit zu sparen,
verpasste er seinem Oktopus lediglich sechs statt der üblichen
acht Fangarme! Die zum Teil recht verwackelten Rückprojektionen
bei den Szenen an der Golden Gate Bridge sind darauf zurückzuführen,
dass Gordon hier ohne Drehgenehmigung filmte und schlicht eine Kamera
auf der Ladefläche eines Trucks versteckte.
Natürlich darf man nicht vergessen, dass es sich hier trotz
allem um ein Harryhausen-Vehikel handelt. Von daher kann man die
etwas träge Handlung durchaus verschmerzen, gerade weil der
Monsterfan im Finale endlich auf seine Kosten kommt: hier legt sich
das Effektgenie mächtig ins Zeug und hat eine tolle Verwüstungsorgie
geschaffen, während der das Untier die Golden Gate Bridge in
Mitleidenschaft zieht. Unter dem Vorbehalt, sich an den Monstereffekte
zu erfreuen, kann man Das Grauen aus der Tiefe
also bedingt weiterempfehlen. 1961 erweckte Harryhausen in dem Abenteuerfilm
Die geheimnisvolle Insel noch einmal einen
Riesentintenfisch zum Leben.
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Das Grauen
aus der Tiefe
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It Came From
Beneath The Sea
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USA, 1955
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79 Minuten, schwarz/weiss
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Regie
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Robert Gordon
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| Drehbuch |
George Worthing Yates
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Hal Smith
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Kamera
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Henry Freulich
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Musik
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Mischa Bakaleinikoff
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Schnitt
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Jerome Thoms
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Effekte
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Ray Harryhausen
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Jack Erickson
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Produktion
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Charkes H. Schneer
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Ausf. Prod.
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Sam Katzman
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Kenneth Tobey
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Pete Mathews
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| Faith Domergue |
Lesley Joyce
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| Donald Curtis |
John Carter
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| Ian Keith |
Admiral Burns
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| Dean Maddox jr. |
Adam Norman
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| Ed Fisher |
McLeod
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| Chuck Griffiths |
Griff
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| Harry Lauter |
Bill Nash
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| Richard W. Peterson |
Captain Stacy
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| Del Courtney |
Robert Chase
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| Ray Storey |
Reporter
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| Rudy Puteska |
Hall
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| Jack Littlefield |
Aston
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| Jules Irving |
King
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| Tol Avery |
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