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Der Archäologe Julian Fuchs entdeckt die Grabkammer der ägyptischen
Göttin Tera, die zu ihren Lebzeiten als finstere Königin
der Nacht bekannt war. Als er den Sarkophag öffnet, stösst
er entgegen seiner Erwartungen nicht auf eine Mumie, sondern auf
den perfekt erhaltenen Körper Teras. Zur gleichen Zeit verstirbt
seine Ehefrau während der Geburt seiner Tochter Margaret.
Jahre vergehen. Aus dem Baby, das unter so verhängnisvollen
Umständen zur Welt kam, ist mittlerweile eine junge Frau geworden
und sieht der altägyptischen Entdeckung ihres Vaters zum Verwechseln
ähnlich. Als dieser ihr zum Geburtstag einen Ring schenkt,
der aus der Grabkammer der Gottheit stammt, erfüllt sich ein
Fluch: der Geist Teras bemächtigt sich Margarets Körpers
und setzt nun alles daran, seine ehemalige Macht wiederzugewinnen.
Für das Ritual ihrer Reinkarnation benötigt Tera die Grabbeigaben,
mit denen sie vor langer Zeit bestattet wurde. Diese Reliquien
darunter der Schädel eines Schakals, eine Schlangenfigur etc.
- befinden sich jedoch nun im Besitz der ehemaligen Expeditionsmitglieder
und sind weit im Lande verstreut. Unter dem Einfluss von Tera begibt
sich Margaret auf die Suche nach den magischen Gegenständen...
und beschert ihren stolzen Eigentümern grausame Tode!

Das Grab der blutigen
Mumie ist nach Terence Fishers Die Rache
der Pharaonen, Michael Carreras´ Die
Rache des Pharao und John Gillings Der
Fluch der Mumie der vierte und auch letzte Mumienfilm der
Hammer-Studios und basiert sehr frei auf der 1903 erschienenen Geschichte
Die sieben Finger des Todes (Jewel
of the Seven Stars) des Dracula-Vaters
Bram Stoker. Mit den Vorgängern hat Das Grab
der blutigen Mumie jedoch kaum noch etwas gemeinsam. Im gesamten
Film gibt es keine Mumie zu sehen, was wohl auch der Grund gewesen
sein mag, dass das Werk an den Kinokassen erbärmlich unterging.
Der Filmtitel weckte beim Publikum die falsche Hoffnung, ein in
Bandagen eingewickeltes, reichlich angestaubtes Monstrum auf einem
Rachefeldzug zu sehen, doch stattdessen verkörperte die erfreulich
gut erhaltene Valerie Leon, Star der Carry on...-Reihe,
die jahrtausendealte Tiefschläferin. Ganz nach Hammers gewinnbringendem
Motto Sex und Blut zeigt sie in ihrer Rolle der Göttin
sehr viel Haut und einen bemerkenswerten Einfallsreichtum beim Töten
ihrer Opfer.
Die Entstehung des Filmes stand unter keinem guten Stern, denn durch
einen traurigen Vorfall musste Peter Cushing, dem eigentlich die
Rolle des Professors zugedacht war, durch den Schauspieler Andrew
Keir ersetzt werden. Gleich nach dem ersten Drehtag verschlechterte
sich der Gesundheitszustand von Cushings Ehefrau, so dass er sich
nicht dazu in der Lage sah, den Film zum Ende zu bringen. Kurze
Zeit darauf starb Helen Cushing ein Schicksalsschlag, von
dem sich Peter nie mehr erholen sollte. Es existieren zur Zeit nur
noch wenige Fotos vom einzigen Drehtag der Horrorlegende. Leider
verstarb auch Regisseur Seth Holt, der zuvor unter anderem Ratten
im Secret Service und Ein Toter spielt
Klavier inszenierte, knapp eine Woche vor dem Ende der Dreharbeiten.
Die letzten Szenen wurden von Michael Carreras fertiggestellt, der
Holts Filmmaterial nur mit grosser Mühe in die korrekte Reihenfolge
bringen konnte. Bedenkt man die tragischen Umstände, unter
denen Das Grab der blutigen Mumie entstand,
ist es eigentlich ein Wunder, dass überhaupt ein so atmosphärischer
und spannender Gruselfilm das Ergebnis ist. Seinen zahlreichen Remakes
ist der Film jedenfalls haushoch überlegen: 1980 entstand unter
der Regie von Mike Newell Das Erwachen der Sphinx,
der ausser einem grossen Staraufgebot (Charlton Heston, Stephanie
Zimbalist) kaum etwas zu bieten hatte. Sieben Jahre später
wagte sich Lucio Fulci mit Amulett des Bösen
an eine weitere Neuverfilmung, doch unter seinen Fans gilt das hierzulande
auch als Manhattan Baby betitelte Werk
als einer der schwächsten Filme des italienischen Splatter-Papstes.
1997 entstand mit Bram Stoker´s Legend of
the Mummy eine weiteres (mieses) Remake.
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Das Grab der
blutigen Mumie
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Blood from the
Mummy´s Tomb
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GB, 1971
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94 Minuten, Farbe
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Regie
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Seth Holt
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Michael Carreras
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| Drehbuch |
Christopher Wicking
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Kamera
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Arthur Grant
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Musik
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Tristam Cary
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Schnitt
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Peter Weatherley
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Effekte
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Michael Collins
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Produktion
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Howard Brandy
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Andrew Keir
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Professor Fuchs
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| Valerie Leon |
Margaret / Tera
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| Hugh Burden |
Dandridge
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| George Coulouris |
Berigan
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| Rosalie Crutchley |
Helen Dickerson
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| James Villiers |
Corbeck
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| Aubrey Morris |
Dr. Putnum
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| Joan Young |
Mrs. Caporal
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| David Markham |
Doktor
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| Mark Edwards |
Tod Browning
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| Tamara Ustinov |
Veronica
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| Penelope Holt |
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| David Jackson |
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| Graham James |
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| James Cossins |
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| Jonathan Burn |
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