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Leo Vincey reist aus Amerika nach England, um dort seinen Onkel,
den durch eine Radiumvergiftung geschwächten Forscher John
Vincey, zu besuchen. Dieser will ihm im Angesicht seines bevorstehenden
Todes ein Familiengeheimnis anvertrauen, welches seit nunmehr funfhundert
Jahren von Generation zu Generation weitervererbt worden ist. Der
alte Mann überlässt seinem Neffen einen Brief, in dem
ein Vorfahre der Familie von der Flamme des Lebens berichtet
einem sagenumwobenen Jungbrunnen, den dieser in einem fernen
Land ausfindig gemacht haben will. John bittet Leo, eine Expedition
zu starten, um sich vom Wahrheitsgehalt des Schriftstückes
zu überzeugen. Leo hält die Schilderung für ein Märchen,
doch bevor er widersprechen kann, ist John Vincey den Weg allen
Irdischen gegangen...
Gemeinsam mit Holly, dem Assistenten des Forschers, begibt sich
Leo so auf eine abenteuerliche Reise zum Schuga-Gebirge im Nördlichen
Polarkreis, wo neben einigen Trägern noch der ein Vermögen
witternde Händler Dugmore sowie dessen hübsche Tochter
Tanya dazustossen. Auf einem Felsmassiv entdecken die Reisenden
einen Wegweiser, der sie auf die richtige Fährte bringt: einen
zu Eis erstarrten Säbelzahntiger! Eine durch Unachtsamkeit
ausgelöste Lawine verschluckt Dugmore sowie die Expeditionshelfer
und legt den Eingang zu einer Höhle frei, durch die sich die
nun auf drei Personen geschrumpfte Gruppe Leo, Tanya und
Holly den Weg zu ihrem Ziel bahnen. Sie gelangen in das luxuriöse
Reich Kor, in dem Königin Hash-A-Mo-Tep, Hüterin der Flamme
des Lebens und selbst eine jahrhundertealte Schönheit,
regiert. Als ihr von den Wächtern die Neuankömmlinge vorgestellt
werden, glaubt sie in Leo Vincey ihren alten Liebhaber (den Verfasser
des Briefes) wiederzuerkennen, den sie selbst vor langer Zeit aus
Eifersucht getötet hat. Über die daraus resultierende
persönliche Zuwendung der Herrscherin ist Leo anfangs natürlich
sehr erfreut, doch Hash-A-Mo-Tep muss schnell erkennen, dass das
Herz ihres vermeintlichen Geliebten mittlerweile für seine
Reisebekanntschaft Tanya schlägt. Mit einem hinterlistigen
Plan beschliesst sie, ihre Konkurrentin auszuschalten. Leo durchschaut
jedoch im letzten Moment das falsche Spiel der Königin und
kann das Mädchen vor dem sicheren Tod bewahren. Gemeinsam fliehen
sie mit Holly durch ein Labyrinth dunkler Gänge und gelangen
in eine riesige Höhle, in deren Zentrum die Flamme des
Lebens lodert. Hash-A-Mo-Tep erwartet sie bereits, um einen
letzten verzweifelten Versuch zu unternehmen, Leo für sich
zu gewinnen. Sie bietet ihm die Unsterblichkeit... und stellt sich
in das unirdische Feuer, um die Wirkung ihres Heiligtums vor den
ungläubigen Augen der Besucher zu demonstrieren. Doch ihr erneutes
Bad in dem Jungbrunnen wirkt wie eine Überdosis: Hash-A-Mo-Tep
beginnt rapide zu altern und stirbt.

Mit mehr als einem Dutzend Leinwandadaptionen
zählt das fantasylastige Abenteuerspektakel She
(deutscher Titel: Herrin des Todes) des
englischen Schriftstellers Sir Henry Rider Haggard (1856-1925) zu
den meistverfilmten Romanen der Filmgeschichte. Das Buch erschien
1887, zwei Jahre nach Haggards Bestseller King
Solomon´s Mines, und bereits 1899 griff der französische
Filmpionier Georges Melies in dem Kurzfilm She
The Pillar of Fire (La Danse du
Feu) auf Elemente des Buches zurück. Die Stummfilm-Ära
brachte weitere sechs Adaptionen (1908/11/15/16/17/25) hervor, bis
1935 schliesslich die erste Ton-Verfilmung des Stoffes erschien,
die von den 50er Jahren bis 1988 offiziell als verschollen galt.
Produziert wurde das Spektakel von niemand Geringerem als Merian
C. Cooper (King Kong und die weisse Frau).
Dank des für damalige Verhältnisse recht hohen Etats konnte
man erstmals einen Film inszenieren, welcher die Atmosphäre
des Buches ohne rigorose Kürzungen bei der Handlung auf die
grosse Leinwand übertragen konnte. Der einzige drastische Unterschied
zum Roman ist das Verlegen des Abenteuers in den hohen Norden Asiens,
obwohl sich Haggards Originalgeschichte wie eigentlich alle seine
Werke auf dem afrikanischen Kontinent abspielt. Die wundervolle
Ausstattung des Filmes lässt diesen kleinen Makel jedoch schnell
vergessen. Die Kulissen des königlichen Palastes sind eine
Augenweide und machen schnell deutlich, dass die produzierenden
RKO-Studios nach dem King Kong-Erfolg wesentlich
mutiger bei der Finanzierung ihrer Filme waren. Für die hervorragenden
Trickeffekte, die trotz des hohen Alters kaum angestaubt wirken,
zeichnet sich Linwood G. Dunn verantwortlich, der neben dem berühmten
Riesenaffen von Skull Island auch Das Ding von
einer anderen Welt (1951), Katzenmenschen
(1942) und Mighty Joe Young (1949) zum
Leinwandleben verhalf. She Herrscherin
einer versunkenen Welt wurde für den Oscar in der Kategorie
Beste Tanz-Choreographie nominiert.
Bei der Besetzung der Rollen für Leo Vincey und Tanya Dugmore
standen der Western-Darsteller Joel McCrea (Sacramento)
sowie dessen Ehefrau Frances Dee (I Walked With
A Zombie) hoch auf der Wunschliste der Produzenten. Da die
beiden jedoch anderweitig gebunden waren, wurden als Ersatz Randolph
Scott, der gleichfalls in Sacramento zu
sehen war, und die niedliche Helen Mack eingespannt. In der Rolle
der eifersüchtigen Königin Hash-A-Mo-Tep ist Helen Gahagan
zu sehen, die hier nach einer sehr erfolgreichen Theaterkarriere
ihr Leinwanddebüt absolvierte. Sie war fast fünfzig Jahre
mit dem Darsteller Melvyn Douglas verheiratet, den Freunde des Phantastischen
Films aus Gruselstreifen wie The Old Dark House
(1932) oder dem Spukhaus-Horror Das Grauen
(1980) kennen dürften. She blieb Gahagans
einziger Film, da sie schon bald eine politische Laufbahn einschlug.
Sie verstarb am 28. Juni 1980 an Krebs.
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She - Herrscherin einer
versunkenen Welt
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She
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Alternativtitel:
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Das Land des Grauens
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USA, 1935
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96 Minuten, schwarz/weiss
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Regie
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Irving Pichel
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Lansing C. Holden
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| Drehbuch |
Ruth Rose
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Dudley Nichols
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Kamera
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J. Roy Hunt
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Musik
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Max Steiner
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Bernhard Kaun
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Schnitt
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Ted Cheesman
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Effekte
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Vernon L. Walker
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(Fotographische Effekte)
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Linwood G. Dunn
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(Optische Effekte)
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Produktion
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Merian C. Cooper
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Shirley C. Burden
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Helen Gahagan
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She
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| Randolph Scott |
Leo Vincey
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| Helen Mack |
Tanya Dugmore
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| Nigel Bruce |
Holly
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| Gustav von Seyffertitz |
Billali
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| Lumsden Hare |
Dugmore
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| Samuel S. Hinds |
John Vincey
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| Julius Adler |
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| Ray Corrigan |
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| Jerry Frank |
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| Arnold Gray |
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| Noble Johnson |
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| Jim Thorpe |
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| Bill Wolfe |
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